Gestern Sonntag war wunderschönes Frühlingswetter und lud förmlich zu einer Velotour ein. Da ich noch nie am Rheinfall war, entschied ich mich, die knapp 100 km von Beromünster nach Schaffhausen unter die Rennveloräder zu nehmen.

Via Schwarzenbach gings ins Seetal und von Aesch rauf zum höchsten Punkt der Tour nach Oberschongau. Dort folgte eine rasante Abfahrt ins Reusstal. So nach eineinhalb Stunden Fahrzeit erreichte ich dann Bremgarten.

      Reussbrücke in Bremgarten

      Bremgarten

 

Als nächstes folgte der Aufstieg nach Widen. Der erste Teil musste ich noch auf der Hauptstrasse bewältigen, doch bald erreichte ich eine Nebenstrasse, welche mich nach Widen brachte, wo ich nach Rudolfstetten runter sah.

      Rudolfstetten

 

Die nächste Abfahrt war nicht minder spannend und führte mich über Bergdietikon nach Dietikon und weiter nach Weiningen. Dort folgte Aufstieg Nummer drei rauf zum Folenmoos. Hier hatte es viele Autos am Waldrand. Da waren wohl viele Spaziergänger und Wanderer unterwegs. Recht haben sie. Ich bleibe aber im Sattel und brause runter nach Regensdorf. Die nächsten Ortschaften waren Watt - Mettmenhasli - Niederhasli und Hofstetten. Dort führte mich die Route über die Anflugsschneise des Flughafen Zürich-Klotens. Eindrücklich wie tief die Flieger hier schon sind.

      Anflugsschneise nach Hofstetten

      Waldstück vor Bachenbülach

 

Via Bachenbülach erreichte ich Bülach

      Bülach

 

Von dort stieg die Strasse steil an bis zum Chrüzhof, der letzte ernst zu nehmende Aufstieg des Tages. Danach fuhr ich runter nach Rorbas um die Töss zu überqueren und raufzufahren nach Unter Teufen. Der nächste Teil war bestimmt eines der Highlights des Tages. Die kurvenreiche Strasse nach Berg am Irchel führte mich im Wald mit wiederkehrenden Ausblicken runter zum Rhein.

 

Danach überquerte ich den Rhein und erreichte das malerische Dorf Rüdlingen. Die nächste Ortschaft war Ischläg und dann kam der Zoll, wo aber weit und breit kein Kontrolleur oder eine Barriere war. So erreichte ich, ohne es gross zu merken, Deutschland. Eine kleine Anmerkung: Zum ersten mal überhaupt überfuhr ich eine Landesgrenze bei einer Velotour, bei dessen ich von zu Hause gestartet war. Ein bisschen stolz war da schon dabei. Ich streifte die Ortschaften Nack und Lotstetten und durchfuhr Jestetten. Überall wurde gegrüsst, aber selbstverständlich nicht mit Grüezi sondern einem herzlichen Grüss Gott. Altenburg war meine letzte Station vor der Schweiz bevor ich erneut unbewacht die Grenze überqueren konnte und wieder in der Schweiz war.

      Zwischen Lotstetten und Jestetten

      Noch in Deutschland, aber schon fast wieder in der Schweiz

 

Von jetzt an waren es noch rund zwei Kilometer zum Rheinfall und schon bald konnte ich den grössten Wasserfall von Europa erkennen. Ein eindrückliches Bild bot sich mir und ich gönnte mir natürlich die obligate Fotopause. Der Einzige war ich bei weitem nicht. Es wimmelte von Leuten und hatte viele asiatische Touristen. Es erinnerte mich fast ein bisschen an die kleine Scheidegg. Ist aber keineswegs negativ gemeint.

      Rheinfall

      Rheinfall

 

Ganz zum Schluss trennten mich noch ein paar Pedalumdrehungen bis zum Bahnhof Schaffhausen, wo ich mit der SBB wieder gemütlich nach Hause reiste.

Distanz: 96 km / Fahrzeit: 5h 41min 40sec / Höhenmeter: 1621 m