Wie schon im Bericht des Samstages erwähnt, klingelte der Wecker bereits um 4.45 Uhr. Eigentlich viel zu früh um an einem Sonntag aufzustehen. Aber am Gigathlon herrscht eine andere Zeitrechnung. Und gelohnt hatte sich das allemal. Wir mussten keine Minute beim Frühstück anstehen - 20 Minuten später bildete sich schon eine längere Schlange.

Nur unsere Skaterin konnte ein wenig länger liegen bleiben, da sie den Start in unmittelbarer Nähe des Zeltcamps hatte. Die anderen vier Teammitglieder fuhren nach Kreuzlingen in die Wechselzone, wo sich dann langsam aber sicher Manuel für seine 2,6 km lange Schwimmstrecke vom Schwimmbad Hörnli zur Bodenseearena bereit machte. Nach 1h 23min kam Caro dann in die Wechselzone und Mänu sprang in den Bodensee.

      Wechselzone Kreuzlingen

      Mänu ist ready to swim!

      Schwimmbad Hörnli - sehr schön gelegen

      Und da kommt Manuel, ganz vorne

      Auf gehts! Good Luck!

 

Nachdem wir unseren Schwimmer auf seinen letzten Metern im Trochenen angefeuert haben, machen wir uns im Gewühl der Wechselzone auf die Suche nach Caroline um ihr für Ihre tolle Fahrt zu gratulieren.

      Mit Unterstützung der Family - das kann ja nur gut gehen

 

Geri und sein Mountainbike verabschiedeten sich dann auch von uns, da er als nächstes dran war. Als Mänu nach seiner tollen Schwimmzeit von 1h 32min wieder zu uns stiess erzählte, dass es teils mühsamen Wellengang hatte. Rein vom schwimmen her gings viel besser als gestern. Nur eine dreiminütige Zwangspause, als ein Schiff die Schwimmbahn kreuzte (!!!), brachte ihn ein wenig aus dem Rhytmus. Sonst war er rundum zufrieden. So machten wir uns wieder zu viert auf die Weiterreise nach Frauenfeld, während wir darüber spekulierten, wie Geri momentan wohl fahren werde. Und so wie er gestern fuhr und wie wir ihn kannten, war ja wohl klar wie...

Nach seiner tollen Fahrt von 2h 42min übergab er mir den Zeitmesschip und ich hatte nun ein 70km langes rauf und runter vor mir. Die Strecke war landschaftlich äusserst schön und ich konnte erneut ein gleichmässiges Tempo fahren von Anfang bis Ende. Rund 10 km vor dem Ziel in Uzwil verdichteten sich die Wolken und es war wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Petrus seine Schleusen definitiv öffnete.

Und so kam es wie es auch danach aussah. Kaum verliessen wir Uzwil mit unserem Fahrzeug, haute es voll runter. Auf der Autobahn war an eine schnelle Geschwindigkeit nicht mehr zu denken. Trotzdem erreichten wir unser Parkplatz und das Camp rechtzeitig und hatten sogar Zeit unsere Zelte abzubauen. Inzwischen hatte es auch aufegehört zu regnen und die Sonne drückte ein wenig wieder durch. Trotzdem waren wir uns sicher, dass Sarah wohl pitschnass geworden war, vorallem als wir die Schlussläufer anderer Teams völlig durchnässt ins Ziel laufen sahen. Doch unser Wetterprophet Geri war sich sicher, es kommt nicht mehr regnen heute.

Er sollte recht bekommen, denn als unsere Läuferin Sarah nach 2h 42min ins Ziel kam, war es immer noch trocken. So liefen wir die letzten 300m zu fünft ins Ziel und liessen uns als Gigathlon Finisher 2009 feiern. Ein herrliches Gefühl, nur Sarah hatte etwas Mühe es zu geniessen, denn sie war total am Ende ihrer Kräfte.

      Sarah, hinten in weiss zwischen den zwei roten

      Well done!!! Alle am Ziel! Wir haben es geschafft!!!

 

Wir waren alle sehr glücklich, denn im Vorfeld rechneten wir auf fast allen Strecken mehr Zeit ein. Vorallem am Sonntag hatten wir Angst, es könnte mit dem Kontrollschluss eng werden. Schlussendlich hatten wir an beiden Tagen etwas über zwei Stunden Vorsprung. Zudem war es ja für uns fünf Hobbysportler der erste Gigathlon. Mänu kaufte seinen Neopren und Caro ihre Skates erst diesen Frühling und Geri sein Bike erst letzten Winter. Darauf, dass wir dieses Abenteuer so gut über die Runden brachten, macht uns doch ein bisschen stolz!

Danke Euch allen - Dieses Weekend werde ich nie mehr vergessen. Und mit einer vakanten Stelle steht unser Team mehr oder weniger für den Giga 2010 bereits wieder, falls es denn erneut klappt mit einem Startplatz.

Einen herzlichen Dank auch an die Firma Baugruppe Estermann für den Bus, welchen Ihr uns zur Verfügung gestellt habt. Das hat uns einiges erleichtert.

Cool down Friday, 03.07.2009: http://chregu.veloblog.ch/post/94/1268

Hilly Saturday, 04.07.2009: http://chregu.veloblog.ch/post/94/1269