Zu fünft machten wir uns am Samstag Abend auf den Weg nach Grindelwald in die Wohnung eines Freundes. Im Anhänger neben Gepäck für ein Weekend - unsere fünf Bikes. Nachdem dann am Abend ausgiebig das vom Winter her ja bestens bekannte Nachtleben getestet wurde, stand am Sonntag Vormittag die nächste Prüfung auf dem Programm: Die Grosse Scheidegg.

Um 11.15 Uhr starteten wir die Tour. Für Pädi, Dani und Kusi war dies der erste Alpenpass. Die drei hatten noch keinen ähnlich vergleichbaren Aufstieg befahren. Von dem her eine besondere Herausforderung für die drei Jungs.

      Pädi, rund 100 Hm nach dem Start

      Die Strasse wird nach dem Hotel Wetterhorn schmaler

      Kleine Pause, einiges ist schon geschafft.

      Gipfelstürmer

      Pädi zieht seine Kreise

      Links: Kusi, hinten: Pädi, vorne: imposante Bergwelt, wie auf der ganzen Strecke. Herrlich!

      Natur pur!

      Karg aber sehr eindrücklich!

      Nicht für uns, denn wir fahren ja rauf...

      Dani, rund 100 Hm vor der Passhöhe

      Finisherfoto von Dani. Gratulation

      Inzwischen trudeln auch Pädi und Kusi ein, welche für die letzten paar Meter noch den Wanderweg draufpacken!

      Finisherfoto von Kusi. Super gemacht!

      Finisherfoto von Pädi. Auch für ihn sein erster Alpenpass. Well done!!!

 

Nach einem leckeren und auch wohl verdientem Mittagessen im Restaurant gings nochmals eine kleine aber giftige Rampe rauf.

      Oberhalb der Grossen Scheidegg

 

Dann wurde die breite Schotterpiste sehr angenehm zu fahren. Sie schlängelte sich höhenwegmässig sehr schön dem Hang entlang.

 

Im Vorfeld zogen wir auch noch die Möglichkeit in Betracht, bis zur First zu fahren und dann auf die Schlussabfahrt. Da aber die Zeit auch schon ein wenig fortgeschritten war und sich bei einigen eine gewisse Müdigkeit breit machte, bogen wir beim Oberläger links ab, immer der Alpine Bike Nr.1 Route entlang. Eine 900 Hm Abfahrt alles auf Asphalt wartete zum Dessert auf uns.

      Dani on the downhill!

 

Zwischendurch hielten wir immer wieder an, denn trotz Asphalt war der Downhill sehr fordernd, da es teils äussert steile Rampen gab. Diese verlangten auch von unseren Bremsscheiben alles ab, welche sogar leicht verbrannt zu riechen begannen.

      von links: Dani, Silvan, Kusi, Pädi, Chregu

 

Glücklich und stolz auf unsere Leistungen gönnten wir uns mitten im Dorf in einem sehr netten Restaurant mit einer aufgestellten Serivertochter ein feines Dessert, bevor wir Grindelwald wieder verlassen mussten. Aber wir kommen bestimmt wieder, spätestens im Winter...

Singletrailanteil an dieser Tour war gleich null. Doch das war nicht so schlimm. In Anbetracht dessen, dass drei von uns fünf zum ersten Mal einen Pass rauffuhren, war das gar nicht nötig. Die Kräfte waren teils auf der Scheidegg schon gehörig aufgebraucht und das Trailfahren Kraft kosten kann, haben Silvan und ich ja auf der Frutt - Hasliberg Tour vom letzten Sonntag festgestellt.

Danke Jungs, einmal mehr ein tolles und unvergessliches Weekend mit Euch. Freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, egal zu welcher Jahreszeit!

Zum Abschluss habe ich hier auch noch des Rätsels Lösung, weshalb die Grosse Scheidegg so heisst, obwohl sie tiefer liegt, als die Kleine Scheidegg. Wikipedia sei dank:

"Im Gegensatz zur Kleinen Scheidegg ist die Grosse Scheidegg weniger hoch (99 Meter), weniger gut erschlossen und weniger besucht. Das Gross im Namen bezieht sich wohl auf die grössere Bedeutung: Der Übergang ins Haslital war in älteren Zeiten wichtiger für die Grindelwalder im Vergleich zum Pass nach Wengen und ins Lauterbrunnental, das auf anderer Route bequemer zu erreichen war."

GPS-Track: Grindelwald - Grosse Scheidegg.gpx

Google Earth - Datei: Grindelwald - Grosse Scheidegg.kmz

Distanz: 20 km / Höhenmeter: 1'100m

Empfehlung: Ferienhaus in Grindelwald: http://www.casamundo.de/schweiz/berner_oberland/grindelwald.htm