Letzter Tag meines Mountainbikes-Urlaub in Brig. Nochmals ein leckeres Frühstück in meiner Unterkunft (www.olympica.ch) einnehmen, auschecken und mich vom freundlichen Personal verabschieden. Noch schnell das Gepäck beim Bahnhof Brig deponieren und schon fährt der Regiozug nach Hohtenn. Von dort startete ich die Tour der Lötschberg Südrampe entlang. Auch an diesem Tag kam ich nochmals in den Genuss von unendlich langen Singletrails.

Von Hohtenn gings gleich mal mit der ersten kleinen Schiebepassage los, bevor der erste flüssige und auch spektakuläre Trail begann.

Der Trail war abwechselnd super fahrbar, hatte aber vereinzelt auch seine Tücken drin. Ein perfekter Mix also.

 

Eine Treppenpassage rundete den ersten Teil bis zur Jolischlucht ab. Dort stach mir dann, abseits der Route, eine Hängebrücke in die Augen.

Gleich beim Einstieg des oben ersichtlichen Weges steht ein Schild wo draufsteht: "Hängebrücke nur für Schwindelfreie". Das musste ich mir natürlich sofort anschauen. Mein Bike musste oben warten.

Eine tolle und gelungene Konstruktion, diese Hängebrücke. Die Reise ging nun aber wieder fahrend weiter, immer schön dem Südrampentrail entlang bis Ausserberg.

      Der Trail bleibt abwechslungsreich

      Vereinzelt etwas breiter mit kleinen Tunnels

      Sogar auf der Bahnbrücke fahre ich mein Bike spazieren

      Sehr schöne Picknickplätze luden zum Verweilen ein.

      Enge Suonentrails wechselten sich ab mit...

      herrlich fahrbaren Teppichtrails

      Ausserberg

Von Ausserberg folgte seit langem mal wieder eine Asphaltstrasse, welche mich rund 250 Hm nach oben führte zum Eingang eines 1,5 km langem Verbindungsstollen ins Baltschiedertal. Habe davon auch im Internet gelesen und das man unbedingt Licht mitführen sollte. Zum Glück hatte ich mich kurzfristig noch mit einem Halogenveloset eingedeckt, denn ohne Beleuchtung wäre das nicht gegangen.

      Eingang zum Stollen

      Blick zurück - nur noch ein klitzekleines Loch des Eingangs ist zu sehen

 

Ja dieser Stollen war ein Abenteuer der ganz besonderen Art. Viel Platz zum fahren bleibt einem da nicht. Rechts die Suone und links die Tunnelwand. War eine tolle Erfahrung.

Wieder am Tageslicht folgt der wohl beste Trail des Tages durchs Baltschiedertal durch. Ein nimmerendender Pfad schlängelt sich zuerst runter zum Baltschiederbach und anschliessend der Gorperi Suone entlang bis nach Hohwang. Eine Wucht, dieser Trail!

      Rein ins Tal

      Am Baltschiederbach entlang

      Und nun an der Gorperi Suone

      Enger aber spassiger Trail

      Einige wenige Male leicht verblockte Stellen

      mit kleinen Tunnels inklusive

      grösstenteils aber viel viel Trailspass

 

Vor Hohwang gings ein wenig auf Teer weiter, um gleich wieder in den nächsten und letzten längeren Trail einzutauchen. Doch dieser war eine richtige Enttäuschung. Es ging fast nur bergauf und ich musste geschätzte 80% schieben, teils über felsige Abschnitte. Schade, denn diese Tour hat so ein Ende bestimmt nicht verdient.

 

Na ja, irgendwann ging dieses Gewürge auch zu Ende und ich erreichte Oberi Birch. Dort gings dann fast ausschliesslich auf Asphalt und Schotterpiste nach Mund, einem sehr schönem Bergdorf. Für das vorherige Geschiebe wäre ein flüssiger Trail die bessere Belohnung gewesen. Aber egal, denn es folgte nun eine schöne Kiesstrasse nach Birgisch.

      Oberi Birch

      Mund

 

Von Mund folgte ich grösstenteils der Asphaltstrasse und raste richtung Tal. Bei Schlüöcht verpasste ich leider den Einstieg in den Schlusstrail nach Naters. Ich wählte dann einfach die nächste Abzweigung eines Wanderwegs bei Uf der Flüe. Römerwegähnlich war der Weg mit Steinen untersetzt und erhöhte den Spassfaktor zum Schluss dann doch noch ein bisschen.

 

In Brig hatte ich schon wieder Glück mit den Anschlüssen und zehn Minuten nach Eintreffen beim Bahnhof fuhr auch schon mein Zug richtung Norden. So fanden vier grossartige Biketage im Wallis (mit Ausnahme des Simplon-Militär-Nanzlicke-Sperrgebiet) ein super Ende. Kein Unfall, kein defekt, hammermässige Trails und herrliches Wetter! Da hat alles gepasst. Wallis - ich komme wieder!

GPS-Track: Loetschberg Suedrampe.gpx

Google Earth-Datei: Loetschberg Suedrampe.kml

Distanz: 31 km / Fahrzeit: 3h 25min / Höhenmeter: 1100 Hm