29 September, 2009 18:27
4 Biketage im Wallis - Tag 4: Lötschberg Südrampe, 25.09.2009
geschrieben von chregu, Kategorien [ Wallis ][ (7) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Letzter Tag meines Mountainbikes-Urlaub in Brig. Nochmals ein leckeres Frühstück in meiner Unterkunft (www.olympica.ch) einnehmen, auschecken und mich vom freundlichen Personal verabschieden. Noch schnell das Gepäck beim Bahnhof Brig deponieren und schon fährt der Regiozug nach Hohtenn. Von dort startete ich die Tour der Lötschberg Südrampe entlang. Auch an diesem Tag kam ich nochmals in den Genuss von unendlich langen Singletrails.
Von Hohtenn gings gleich mal mit der ersten kleinen Schiebepassage los, bevor der erste flüssige und auch spektakuläre Trail begann.
Der Trail war abwechselnd super fahrbar, hatte aber vereinzelt auch seine Tücken drin. Ein perfekter Mix also.
Eine Treppenpassage rundete den ersten Teil bis zur Jolischlucht ab. Dort stach mir dann, abseits der Route, eine Hängebrücke in die Augen.
Gleich beim Einstieg des oben ersichtlichen Weges steht ein Schild wo draufsteht: "Hängebrücke nur für Schwindelfreie". Das musste ich mir natürlich sofort anschauen. Mein Bike musste oben warten.
Eine tolle und gelungene Konstruktion, diese Hängebrücke. Die Reise ging nun aber wieder fahrend weiter, immer schön dem Südrampentrail entlang bis Ausserberg.
Der Trail bleibt abwechslungsreich
Vereinzelt etwas breiter mit kleinen Tunnels
Sogar auf der Bahnbrücke fahre ich mein Bike spazieren
Sehr schöne Picknickplätze luden zum Verweilen ein.
Enge Suonentrails wechselten sich ab mit...
herrlich fahrbaren Teppichtrails
Von Ausserberg folgte seit langem mal wieder eine Asphaltstrasse, welche mich rund 250 Hm nach oben führte zum Eingang eines 1,5 km langem Verbindungsstollen ins Baltschiedertal. Habe davon auch im Internet gelesen und das man unbedingt Licht mitführen sollte. Zum Glück hatte ich mich kurzfristig noch mit einem Halogenveloset eingedeckt, denn ohne Beleuchtung wäre das nicht gegangen.
Blick zurück - nur noch ein klitzekleines Loch des Eingangs ist zu sehen
Ja dieser Stollen war ein Abenteuer der ganz besonderen Art. Viel Platz zum fahren bleibt einem da nicht. Rechts die Suone und links die Tunnelwand. War eine tolle Erfahrung.
Wieder am Tageslicht folgt der wohl beste Trail des Tages durchs Baltschiedertal durch. Ein nimmerendender Pfad schlängelt sich zuerst runter zum Baltschiederbach und anschliessend der Gorperi Suone entlang bis nach Hohwang. Eine Wucht, dieser Trail!
Einige wenige Male leicht verblockte Stellen
grösstenteils aber viel viel Trailspass
Vor Hohwang gings ein wenig auf Teer weiter, um gleich wieder in den nächsten und letzten längeren Trail einzutauchen. Doch dieser war eine richtige Enttäuschung. Es ging fast nur bergauf und ich musste geschätzte 80% schieben, teils über felsige Abschnitte. Schade, denn diese Tour hat so ein Ende bestimmt nicht verdient.
Na ja, irgendwann ging dieses Gewürge auch zu Ende und ich erreichte Oberi Birch. Dort gings dann fast ausschliesslich auf Asphalt und Schotterpiste nach Mund, einem sehr schönem Bergdorf. Für das vorherige Geschiebe wäre ein flüssiger Trail die bessere Belohnung gewesen. Aber egal, denn es folgte nun eine schöne Kiesstrasse nach Birgisch.
Von Mund folgte ich grösstenteils der Asphaltstrasse und raste richtung Tal. Bei Schlüöcht verpasste ich leider den Einstieg in den Schlusstrail nach Naters. Ich wählte dann einfach die nächste Abzweigung eines Wanderwegs bei Uf der Flüe. Römerwegähnlich war der Weg mit Steinen untersetzt und erhöhte den Spassfaktor zum Schluss dann doch noch ein bisschen.
In Brig hatte ich schon wieder Glück mit den Anschlüssen und zehn Minuten nach Eintreffen beim Bahnhof fuhr auch schon mein Zug richtung Norden. So fanden vier grossartige Biketage im Wallis (mit Ausnahme des Simplon-Militär-Nanzlicke-Sperrgebiet) ein super Ende. Kein Unfall, kein defekt, hammermässige Trails und herrliches Wetter! Da hat alles gepasst. Wallis - ich komme wieder!
GPS-Track: Loetschberg Suedrampe.gpx
Google Earth-Datei: Loetschberg Suedrampe.kml
Distanz: 31 km / Fahrzeit: 3h 25min / Höhenmeter: 1100 Hm





































29/09/2009, 20:09
Schöne Berichte und tolle Fotos. Mir hat es jedes Mal in der Baugegend gekribbelt. Ist wohl die Wallisersucht. Aber du kennst das jetzt ja auch. Einfach geniales Bikegebiet.
29/09/2009, 22:53
Das Gebiet war mir völlig unbekannt. Doch ich habe es nicht bereut, einen Teil meiner Herbstferien dort zu verbringen.
Das Wallis hat ja noch viele andere Gegenden, aber die rund um Brig ist schon mal wirklich klasse zum biken.
Ich war sicher nicht das letzte Mal dort. Mit der Nanzlücke habe ich sowieso noch eine Rechnung offen... :-)
Schönen Abend noch
Gruss
30/09/2009, 08:05
habe Deine Berichte vom Wallis mit grossem Interesse verfolgt. Ich sammle schon seit einiger Zeit Touren der Region, irgendwann werden diese dann in Ferien umgesetzt ;)
Leider kann ich die GPX Datei dieser Tour nicht downloaden (falscher link?) dabei hast Du ich so glustig gemacht!
Gruss
30/09/2009, 08:21
Hallo Matthias.
Habe versucht, das Problem zu lösen, es aber nicht geschafft. Hatte dieses Problem schon bei einem anderem Bericht. Habe den Admins von veloblog.ch geschrieben, aber noch keine Antowrt bekommen.
Hier wäre sonst ein Link für die genau gleiche Datei: http://www.gps-tracks.com/gps-mountainbike-tour-wallis-lötschberg-südrampe-E00405.html
Danke für Dein Interesse an meinen Berichten und schön dass sie Dir gefallen.
Gruss: Chregu
30/09/2009, 11:30
Hoi Chregu
merci vielmals für den Link, freue mich bereits jetzt (auf verm. nächstes Jahr)
13/11/2009, 18:28
Der Südrampenweg und die Suonenwege im Baltschiedertal sind Wanderwege, keine Biketrails!!
Aber die Fotos sind schön..
13/11/2009, 20:07
Hallo Wanderer,
Besten Dank für Ihr Interesse an meinem Blog. Schön, dass Ihnen meine Fotos gefallen.
Zu Ihrem Kommentar: Das die von Ihnen genannten Wege als Wanderwege gekennzeichnet sind, weiss ich schon. Ich traf auf der Lötschberg Südrampe auch ein paar Wanderer an. Dadurch, dass ich Ihnen stets den Vortritt gewährte, hatten weder ich, noch die Wanderer ein Problem damit, dass ich mit dem Bike dort unterwegs war. Im Gegenteil, es ergaben sich sogar ein paar lockere Gespräche. Vorallem die deutsche Wandergruppe, welche ich vor dem Stollen antraf, hatte Freude an meinem Unterfangen den Stollen zu durchfahren und an meinem Bike.
Im Baltschiedertal traf ich beispielsweise ein Paar an, welche erstaunt waren, dass hier mit dem Bike durchgefahren wird. Auch mit Ihnen wechselte ich ein paar Worte. Sie staunten und waren verblüfft (im positiven Sinne), dass ich mit dem Bike dort durchgefahren bin.
Ich weiss sehr wohl, dass es immer noch viel zu viele Biker gibt, welche keine Rücksicht auf die Wanderer nehmen, Bremsspuren beim starken abbremsen hinterlassen, und an den erschrockenen Wanderern vorbeirasen.
Und ich weiss auch, dass sowieso alle sagen, sie nehmen Rücksicht und schauen auf die Wanderer. Auch dies ist klar.
Was mich betrifft, so kann und werde ich auch weiterhin mit gutem Gewissen und dem ständigem Respekt vor den Wanderern auf einem Wanderweg biken gehen.
Wie sie meinem Blog entnehmen können, bin ich viel in den Bergen unterwegs und dementsprechend auch oft auf Wanderwegen. Und ohne zu lügen, ich hatte noch nie, aber wirklich noch nie auch nur ein kleinstes Problem mit einem Wanderer. Begegnungen auf dem Wanderweg haben immer super geklappt. Ich habe auch nicht vor, an diesem Zustand was zu ändern.
Nur kurz vor Livigno hat mich mal ein Spaziergänger zusammengestaucht. Erstens aber auf Italienisch, so habe ich sowieso kein Wort verstanden und zweitens bewegte ich mich da auf einem offiziellem Bikeweg (Alpin Bike Nr.1). So hatte ich kein schlechtes Gewissen. Und der Weg war breit genug für beide.
Nun ja, der Konflikt zwischen Wanderern und Bikern wird wohl noch ewig andauern. Wir Biker können mit Rücksicht und Respekt vor den Wanderern den grössten Teil dazu beitragen, dass dieses Problem abnimmt. Ich gebe mein Bestes dazu und hoffe, dass dies auch andere Mountainbiker vermehrt auch tun.
Besten Dank nocheinmal für Ihr Interesse und ein schönes Wochenende.
Freundliche Grüsse: Chregu