Die Rigi hatte ich schon lange auf meiner ToDo List. Letzten Dienstag war es dann endlich soweit. Ich machte die Rigi-Felsentor Tour von GPS-Tracks.com. Der exakte Link dazu wäre: http://www.gps-tracks.com/gps-mountainbike-tour-schwyz-rigi-felsentor-002032.html. Auch fand ich einen sehr schönen Bericht auf Vazifars Blog: http://vazifars-blog.veloblog.ch/post/14/923. So startete ich mit grosser Vorfreude um neun Uhr morgens beim Bahnhof Arth-Goldau.

Die ersten 800 Hm gings fast alles auf Asphalt, teilweise durch einen Wald, bis zum Rigi Klösterli. Die Steigung war ganz angenehm zu fahren.

      Gleich nach dem Start in Arth-Goldau

      Goldener Herbst

      Einer der vielen Wasserfälle unterwegs. Es waren aber nicht alle so gross.

 

Die Sonne wärmte Meter um Meter mehr auf und durchleuchtete sehr schön die farbigen Bäume. Auch traf ich auf der Strecke ständig reizvolle Wasserfälle an. Ich stellte mich auf eine langweilige Fleissarbeit im Wald ohne Aussicht ein, doch langweilig wurde es mir nie. Der Aufstieg war sehr abwechslungsreich.

Doch nach Rigi Klösterli zeigte mir der Berg dann gnadenlos seine Krallen. Mit einer durchschnittlichen Steigung von 14% gings auf die nächsten 300 Hm bis Rigi Staffel. Zum Glück war alles asphaltiert. Der tiefste Gang hatte Dauerbetrieb.

      Blick rauf zum Rigi Staffel

      Rigi Staffel

 

Auf Rigi Staffel angekommen gings gleich im kleinsten Ritzel weiter nochmals knappe 200 Hm rauf bis zum Kulm. Satte 15% durchschnittliche Steigung bezwang ich hier. Hatte diesen Aufstieg gar nicht mehr so steil in Erinnerung. Aber es ist ja schon etwa zehn Jahre her seit meinem letzten Besuch auf der Rigi. Warum eigentlich so lange, frage ich mich? Hier oben ist es ja wunderschön.

      Schlussaufstieg zum Rigi Kulm

Beim Bahnhof Kulm wählte ich die steilere Variante für ganz rauf zum Gipfel. Und das waren dann zum Dessert noch 19% Steigung und hart an der Grenze des fahrbaren, trotz perfektem Asphalt. Oben kam ich dann kaum vom Bike, so kaputt war ich. Doch die Erschöpfung wich schnell der Freude über der grandiosen Aussicht. Einfach der Hammer diese Rundumsicht!!!

      Gipfelfoto Rigi Kulm, 1798 m. Im Hintergrund der Zugersee, im Vordergrund der Fotograf.

      Zugersee mit Blick richtung Zürich

      leicht links zu erkennen die beiden Mythen.

      Zugersee, Arth, Oberarth, Goldau und weiterhinten der Lauerzersee. Links gleich oberhlab des Zugersees der Wildspitz mit dem Goldauerbergsturz. Rechts im Hintergrund müssten dann wohl irgendwo die Schwyzer und Glarner Alpen sein.

 

Nach einer ausgiebigen Pause fuhr ich via Rigi Staffel nach Rigi First. Der zweite Teil brachte dann so einen ersten Vorgeschmack auf die verschiedenen Abfahrten, welche an diesem Tag noch auf mich zu kamen.

      Blick auf den Vierwaldstättersee

Nach First gings auf dem Kaltbadweg nach (wie könnte es anders sein) Rigi Kaltbad. Der Weg war topfeben und sehr schön zu fahren.

 

Nach Rigi Kaltbad folgte dann die erste richtige, längere und auch anspruchsvollere Abfahrt des Tages. Knappe 600 Hm fuhr ich runter via Romiti bis nach Ober Fromattberg. Dabei durchfuhr ich auch den Namensgeber dieser Tour - das Felsentor.

      Felsentor bei Romiti

      Tolle Abfahrt

      Unterwegs traf ich noch diesen Weggefährten an. Weiss jemand, was genau das für ein Tier ist? Schaute sehr interessiert mein Bike an und zottelte dann gemütlich weiter den Berg rauf :-)

Als ich Ober Fromattberg erreichte war dann wieder Teerstrasse angesagt bis Pt. 1018 vor der Müsernalp.

      Goldener Herbst

Dann folgte ein schöner Bergauftrail, der fast alles fahrbar war.

 

Bei Bergli folgte nochmals ein äusserst knackiger Aufstieg zur Altruedisegg, wo ich einkehrte und was ass.

      Altruedisegg

Dann gemütliches Rollen über die Seebodenalp.

      Seebodenalp

      Rigi Kulm - Blick zurück.

 

Nach der Seebodenalp war nochmals ein kleiner fieser Aufstieg zum Alpetli dran, bevor ich dann gemächlich mit meinem Mountainbike auf einer Schotterpiste entlang fuhr.

Kurz vor Überqueren des Fischchrattenbaches muss man linsk abzweigen um die tolle Schlussabfahrt zu gelangen.

      Links der Einstieg in die Schlussabfahrt

Denn diese lohnt sich sehr. Viel Flow, viel Spass und bis auf ein paar ganz ganz wenige Ausnahmen alles fahrbar - auch für technisch nicht so versierte. Seht selbst!

Der Trail wechselte ständig Untergrund und Charakter. Mal fast ein Teppich und sehr breit, dann ein wenig ruppiger und enger - Alles war dabei, was ein flowiger Trail beinhlatet. Super!

 

Zum Abschluss dann noch das letzte Stück auf der Hauptstrasse und so war ich wieder beim Ausgangspunkt Bahnhof Arth-Goldau angekommen. Tolle Tour, welche aber auch fodert. Vorallem die zweite Hälfte des Rigi-Aufstieges ist teils brutal steil. Die Abfahrten sind fast durchgehend fahrbar. Nur der Teil von Romiti übers Felsentor zum Fromattberg fordert ein wenig Geschlickkeit. Für mich passte es und hier war ich bestimmt nicht zum letzten Mal.

GPS-Track: Rigi Felsentor.gpx

Google-Earth Datei: Rigi Felsentor.kmz

Distanz: 36 km / Höhenmeter: 1650 m / Fahrzeit: 3h 36min