Die Biketour vom vorletztem Samstag führte Silvan und mich in einen der (meiner Meinung nach) genialsten Bikespots der Schweiz. Und zwar in die Region Lugano, genauer gesagt ins Val Colla.

Tagwache war früh an diesem Samstag, denn um 6.18 Uhr fuhr bereits unser Zug in Luzern ab. Und da am Vortag unsere Gigathlon Skaterin Caro noch Geburtstag hatte, kam ich meinem Vorsatz von "zeitig ins Bett gehen" nicht ganz nach... Egal. Die zweienhalb Stunden Zugfahrt luden dann für das einte oder andere Nickerchen ein.

In Lugano starteten wir dann um 9.00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und herrlicher Sicht.

 

Zu Beginn gings dann der Cassarate entlang bis nach Ressiga, wo wir dann auf die Hauptstrasse wechselten. Dann weiter alles bergauf via Davesco - Cadro - Dino - Sonvico.

 

In Rosone machten wir eine kleine Pause und nun gings in den Wald auf Schotterpiste. Der Einstieg war schon mal ungemein steil!

 

Auf der Alpe Pairolo, gleich oberhalb der Cappanna, war der erste Aufstieg schon mal geschafft. Wir waren nun auf exakt 1400m und nun gingen endlich die Trails los.

      Einstieg ins Traildorado

      Pianca Bella

 

Zu Beginn hats zwei, drei steile unfahrbare Stellen. Doch sind diese überstanden, sind die Trails alle gut zu meistern und machen mächtig Spass. Auf der Bocchetta San Bernardo erreichten wir die Landesgrenze und eine kleine Pause war nun fällig.

      Landesgrenze - Vorderräder in Italien, Hinterräder in der Schweiz.

So gings nun weiter auf italienischem Boden auf dem tollen aber teilweise sehr tiefem Trail bis oberhalb der Alpe Colmine.

 

Anschliessend folgte noch ein bisschen Schotter down- und dann uphill bis zum Passo San Lucio. Dort war dann mal Mittagspause angesagt.

       Tolles Panorama Foto geschossen von Silvan auf dem Passo San Lucio

 

Ursprünglich hatten wir vor den heiligen Trail zur Cappanna Monte Bar zu fahren. Weil wir aber ein bisschen spät dran waren und Silvan ein wenig müde war, entschieden wir uns direkt ins Tal runter zu fahren. Schliesslich hatten wir ja noch eine Zugfahrt vor uns und wollten nicht erst irgendwann mitten in der Nacht zu Hause sein.

So stand eine Abfahrt auf Schotter und von Certara weg auf Teer auf dem Programm. Klar, der Trail wäre um Klassen besser gewesen. Aber ich muss zugestehen, der Abfahrtsteil vom Passo San Lucio bis Certara auf Kies hatte auch seinen Reiz. Phasenweise schüttelte es richtig schön und machte ebenfalls Spass.

 

Der Rest ist schnell erzählt. Wie oben erwähnt alles Asphalt zum Abschluss via Tesserete bis nach Lugano. Und auch den geplanten Zug erwischten wir problemlos. Sogar eine Glace lag noch drin am Bahnhof. Eines ist aber klar: Val Colla wir kommen wieder und nächstes Jahr machen wir an dieser Tour vielleicht zwei Tage, um die Trails richtig geniessen zu können.

GPS-Track: Val Colla.gpx

Google Earth Datei: Val Colla.kml

Distanz: 50 km / Höhenmeter: 1400m / Fahrzeit: 4h 23min