Gigathlon 2009 - Zieleinlauf der Rennvelostrecke bei der AFG Arena vom Cool down Friday, 3.7.09

Diesen Sommer vom 3. - 5. Juli nahm ich mit einem Team of Five am Gigathlon teil. Ich habe auch in meinem Blog darüber berichtet. Wir starteten alle fünf zum ersten Mal an diesem Event und haben es alle sehr genossen. Diese drei Tage in der Ostschweiz werden wir nicht mehr so schnell vergessen. Bis auf unsere (noch) vakante Skaterin waren wir anderen Vier uns schnell einig, dass wir auch im 2010 unbedingt wieder an den Gigathlon wollen, welcher vom 9. - 11. Juli statt findet.

So wurde dann am Mittwoch 28. Oktober das grosse Geheimniss über die Strecke der nächste Austragung gelüftet und vorgestern war die Startplatzvergabe. Es lief nach dem System "first come, first served", also auf gut schweizerdeutsch: "De gschwender esch de gschnäller". Genauso wars auch letzes Jahr und damals waren wir zu spät und kamen nur dank einer Doppelbuchung eines anderen Teams zu einem der begehrten Startplätze.

Dieses Jahr wollte ich kein Risiko mehr eingehen und nahm am Donnerstag frei. So wurde ich von meinem Wecker um 4.50 Uhr aus dem Schlaf gerissen und zehn Minuten später öffnete sich doch gleich das Anmeldeportal. So hatte ich um 05.04 Uhr unseren Startplatz in der Tasche und die Freude war riesig. An Schlaf war da nicht mehr zu denken, zu gross war die Aufregung.

      Biker Geri vor seinem Einsatz am Cool Down Friday bei der AFG Arena. Auch er ist 2010 wieder dabei!

Interessant war es auch zu verfolgen wie rasend schnell die Startplätze weggingen. Die 250 Couple Plätze waren innert 1:30 Stunden vergriffen, unsere 800 Team of Five Plätze nach rund zweieinhalb Stunden und die 200 Plätze für die ganz harten Single Teilnehmer waren nach genau 3 Stunden ausverkauft. Ebenfalls erwähnenswert: Nach öffnen des Anmeldeportals waren von den gesamthaft 1250 Startplätze innerhalb der ersten zehn Minuten bereits 180 weg, unter anderem auch unseren. Das frühe Aufstehen hat sich also gelohnt. Ausschlafen wäre fehl am Platz gewesen und hätte wohl für grossen Frust gesorgt.

      Läuferin Sarah am Cool Down Friday, auch nächstes Jahr wieder mit von der Partie. Und eventuell einen Tag auf dem Rennvelo.

 

Die Strecke 2010 erscheint mir persönlich attraktiver als die diesjährige. Vorallem die Bikestrecken sehen wirklich spitze aus. Am Samstag gehts ins Napfgebiet, wo ich erst gerade selber noch unterwegs war, und am Sonntag von Zweisimmen aus über den Grimmifurggipass durchs Diemtigtal nach Spiez. Den werden Geri und ich uns nächsten Frühling wohl mal anschauen gehen. Sagt uns noch gar nichts, wir sind sehr gespannt. Die Schwimmdisziplin war in etwa das, was wir erwarteten. Je 3 km im Lugnernsee (Samstag) und Thunersee (Sonntag). Am einfachsten haben es nächsten Sommer die Skater. 38 und 27 km müssen sie bewältigen bei 320, respektive 220 Höhenmeter. Dies haben sie sich aber auch verdient, nach den 60 km dieses Jahr das St. Galler Rheintal rauf.

      Skaterin Caro am Flowing Sunday 3.7.09. Hoffentlich auch nächstes Jahr wieder dabei.

Vom Schwierigkeitsgrad her leicht schwerer stufe ich die Rennvelostrecken ein. Am Samstag gehts von Langnau nach Interlaken mit einem Stop in Lungern über knapp 100 km und 1680 Hm. Die Radler haben dann Pause, während die Schwimmer am Werk sind. Eine witzige Sache meiner Meinung nach. Am Sonntag steht dann eine Strecke von 116 km und 1700 Hm von Thun nach Zweisimmen auf dem Programm durchs Freiburgerland mit dem Jaunpass zum Finale.

Auch die Laufstrecken sind meiner Ansicht nach gesamthaft etwas happiger als 2009. Die Sonntagsstrecke ist zwar 3 km kürzer als letztes Jahr, also etwa gleich schwer. Die Samstagsstrecke aber hat einen ganz anderen Charakter. Dieses Jahr musste unsere Läuferin einen Berglauf auf den Hohen Kasten absolvieren, doch 2010 gehts satte 29 km von Interlaken nach Thun inkl. 600 Höhenmeter. Was nun schwieriger ist, Berglauf mit kürzerer Distanz oder hügelig mit längerer - Das kommt natürlich ganz auf den/die Läuferin an und jeder Gigathlet muss das für sich selber entscheiden.

      Unser "Michael Phelps des armen Mannes" Mänu, macht auch wieder mit. Bild vom Flowing Sunday beim Strandbad Kreuzlingen.

 

Noch ein Wort zur Disziplinenaufteilung. Wir haben nach dem Gigathlon 2009 schon mal die Möglichkeit in betracht gezogen, für nächstes Jahr eventuell die Disziplinen zu wechseln und von der diesjährigen Originalbesetzung abzukommen. Sarah markierte ihr Interesse schon früh, für eine Rennvelostrecke in den Sattel steigen zu wollen, weil es sehr hart ist, beide Laufstrecken zu absolvieren. Und da ich ja ganz ursprünglich vom Laufsport komme und seit 1993 in der Läuferriege Beromünster bei Andy Vögtli bin, war ich mit einem Tausch sofort einverstanden. Nachdem nun letzte Woche die Strecken veröffentlicht wurden, waren wir uns beide schnell einig, dass wir am Shining Saturday vom 10.07.2010 tauschen werden, vorausgesetzt Sarah kommt zu einem Rennvelo. So wird sie dann radeln, und ich laufen.

Ob es noch andere Wechsel gibt ist noch nicht klar und momentan auch noch nicht wichtig. Unsere Wasserratte Manuel weilt sowieso noch in Australien bei einem Sprachaufenthalt und daher werden wir erst im Januar unsere erste komplette Teamsitzung für 2010 machen. Mänu ist aber in Down-Under schon fleissig am trainieren, wie er uns per email mitteilte. Obwohl bei Temperaturen von bis zu 40 Grad der Sprung ins Wasser mehr Erholung als Training sei...

      Ich durfte am Cool Down Friday den Gigathlon 2009 für unser Team eröffnen. Bild kurz vor dem Start auf dem Zeltcamp Kreuzbleiche.

Bei uns ist jedenfalls das unheilbare Gigathlon Fieber wieder ausgebrochen. Wir freuen uns alle schon auf Thun 2010 und hoffen, dass es uns dann auch wieder so gut läuft wie heuer in der Ostschweiz. Auch wäre es natürlich super, wenn wir wieder alle fünf an Bord wären und auch Skaterin Caroline wieder dabei ist.

Falls ihr euch die Strecken und sonstige Infos zum Gigathlon 2010 anschauen wollt, dann klickt auf www.gigathlon.ch. Für alle, welche keinen Startplatz ergattern konnten, gibts die Gigathlon-Börse. Auch werden am 1. Dezember zu einem unbestimmten Zeitpunkt die nicht eingelösten Startplätze vergeben.