Da ich dieses Wochenende noch ein paar Ferientage beziehen konnte, so nutzte ich diese um für zwei Tage ins Tessin biken zu gehen. Der Wetterbericht sagte Sonne und 14°C voraus, also super Bedinungen für Mitte November. Nachdem ich am Mittwoch Abend mit dem Zug anreiste, machte ich mich am Donnerstag an die grosse Val Colla Runde ran. Ich war schon mit Silvan am 24.10. dort. Wir müssten aber mangels Zeit die Tour vom San Lucio Pass aus abkürzen und den tollen Trail zur Capanna Monte Bar sausen lassen.

Diesmal wollte ich diese Tour unbedingt komplett fahren, denn der Trail von San Lucio zur Cap. Monte Bar ist wirklich erstklassig. Der Bericht von der Tour vom 24.10. findet Ihr unter: http://chregu.veloblog.ch/post/94/1466

So startete ich um halb zehn in Lugano und fuhr via Cadro und Dino nach Sonvico. In einem Lebensmittelladen kaufte ich zwei extra für mich gemachte frische Sandwiches ein. So gings weiter nach Rosone und von dort auf der schönen Schotterstrasse bis zur Alpe Pairolo.

      Einstieg in den ersten Trail auf der Alpe Pairolo

Auf der Alpe Pairolo folgten dann die ersten Trails. Zuerst im Wald mit zwei, drei kurzen, steilen Schiebepassagen, dann aber fast alles fahrbar.

      Ein wenig Bodenfrost inklusive.

Auf der Bochetta San Bernardo überquerte ich die Grüne Grenze nach Italien und folgte dem tollen aber teils tiefen Trail richtung San Lucio.

      knifflige Stellen hatte es nur ganz wenige. Fast alles fahrbar.

Beim Pt. 1505 wählte ich nicht wie vor drei Wochen die mit Bikeschildern markierte Schotterpiste, sondern fuhr auf dem Grat entlang bis zum Passo San Lucio.

Ein fast durchgehend steigender Trail führte mich zur Tourhälfte auf dem Passo San Lucio

      Passo San Lucio.

 

Nach der verdienten Mittagspause gings nun auf dem heiligen Trail richtung Capanna Monte Bar. Diesen habe ich ja letzten Sommer schon mal gemacht. Es war damals der erste richtig langen Singletrail mit meinem Bike und eine neue Erfahrung.

      Einstieg in einen meiner Lieblingstrails ever!

      Zu Beginn einige anspruchsvolle Stellen

      grösstenteils aber viel Flow und Trailspass vom feinsten!

Nach der Alpe Piertrarosse stieg der Trail zum ersten Mal ein längeres Stück an

      Spassig wars aber auch so mehr als genug!

      Alpe Piandanazzo - einer der schönsten Rastplätze der Tour.

Nach der Alpe Piandanazzo war der Trail zu Ende und es folgte zum ersten Mal seit einem halben Biketag wieder eine Kiesstrasse zur Capanna Monte Bar.

      Blick zum Monte Bar

Und von jetzt gings nur noch runter. Es folgte die rasend schnelle Strasse bis zum Motto della Croce, wobei der letzte Teil wieder auf Singletrail zu bewältigen war.

      Motto della Croce

Nun freute ich mich schon auf den tollen Downhill zur Alpe Davrosio runter.

      Nur wenig ruppige Stellen

      Blick züruck

      viel Flow - viel Spass!

Diese Abfahrt machte mächtig Spass, wenn sie mich teils auch recht forderte. Aber dies ist der einzig richtige Downhill auf dieser genialen Tour. Nur schon deshalb ist dieser Streckenteil unentberlich. Zu guter letzt folgte die Abfahrt auf Asphalt nach Gola di Lago.

Von dort hätte ich noch die Möglichkeit einen Abstecher zum Monte Bigorio zu machen. Doch es war schön nach vier Uhr und die Dämmerung setzte langsam ein. Deshalb liess ich dieses Unterfangen sein und steuerte auf fast direktem Wege nach Lugano. Einen Teil der oberen Abfahrt fuhr ich auf dem Wanderweg nach Odogno, um nicht gleich alle Höhenmeter auf Asphalt zu vernichten.

 

So kam ich gerade noch in Lugano an, bevor sich die Sonne defintiv verabschiedete. Die Val Colla Runde ist meines Erachtens nach eine der besten Biketouren der Schweiz. Und die gesamte Umgebung um Lugano bietet ja viele geniale Trails und Routen. Diese Region ist immer einen Besuch wert. Meine Unterkunft für die zwei Nächte war das "Hotel & Hostel Montarina" in Lugano http://www.montarina.com/situazione.php?lang=ted&pag=situazione. Kann ich sehr empfehlen.

GPS-Track: Val Colla.gpx

Google Earth-Datei: Val Colla.kml

Distanz: 57 km / 1600 Hm / Fahrzeit: 4h 46min