...und wir auf diesem Trail gleiten durften. Wo der zu finden ist? Seht selbst in meinem Bericht.

Am letzten Dienstag war das Wetter in der Deutschschweiz einmal mehr nicht ganz so zufriedenstellend. Da Geri diese Woche gerade in Como in den Ferien weilte und sein Bike dabei hatte, stieg ich am Morgen in den Zug und fuhr nach Locarno. Dort trafen wir uns dann und fuhren los. Das Ziel war die Cimetta, der Locarner Hausberg, welcher auch unter Bikern ein bekannter Begriff ist.

Die ersten 960 Hm waren allesamt auf Asphalt zu fahren. Rampen von bis zu 14.7% mussten dabei bezwungen werden. Trotzdem kamen wir sehr flott voran. Was mich betrifft, kein Verlgeich zum Geknorze letzte Woche zur Alpe Gesero. Diesmal lief es.

      Monte Bre oberhalb Locarno

Wenn der Wald mal nicht so dicht war, gab er herrliche Aussichten preis!

      Lago Maggiore

Nach Monte Bré lud eine flache Schotterpiste zum erholen ein.

 

Danach gings auf Asphalt weiter bis zum Pt. 1465. Dort begann dann der obengenannte Bikehimmeltrail. Viel Flow gespickt mit tollen Absätzen. Geri und ich kamen beide nicht mehr zum schwärmen heraus!

      Zu Beginn ein paar Höhenmeter rauf, bereits alles fahrbar.

      Dann nur noch laufen lassen...

...und laufen lassen...

...und geniessen!

Ein herrlicher Höhentrail, welcher für den langen Aufstieg entschädigte. Vor der Alpe Cardada stieg unsere Route wieder an. Der Weg dort ist äusserst bikefreundlich gemacht. Die Biker gehen hier links auf der mit Pflastersteinen belegten Seite, während die Wanderer auf der weichen Unterlage sich rechts bewegen können. So muss es sein!

Auf der Alpe Cardada angekommen genossen wir für einen kurzen Augenblick die atemberaubende Aussicht!

      Lago Maggiore mit Magadino-Ebene

      Locarno und Ascona am Lago Maggiore

Während es bei uns zu Hause regnete, waren wir bei 28 Grad und Windstille im sonnigen Tessin. Zudem waren die Trails staubtrocken. Bessere Verhältnisse zum biken gibts ja wohl kaum noch.

Nun folgte noch der Schlussteil zur Cimetta rauf. Die letzten 130 Hm waren nochmals sehr steil, aber bis auf eine etwas gröbere Bachrinne alles fahrbar.

      Das Ziel vor Augen

      Auch währen des Schlussaufstieges herrliches Panorama

      Cimetta 1670 m

Ganz auf den Gipfel gingen wir nicht und steuerten geardewegs aufs Restaurant zu, denn wir hatten beide Hunger. Das Essen war in Ordnung, mehr aber leider nicht. Doch wir waren ja auf diesem Berg, weil wir Trailsurfen wollen. So starteten wir unmittelbar beim Restauraunt die Talabfahrt.

Trails gibts einige zum runterbrausen auf der Cimetta. Wir wählten den bekannten und beschilderten Biketrail durchs Val Resa aus. Eine goldrichtige Wahl, wie es sich herausstellte.

Der erste Teil bis zur Alpe Cardada war der gleiche wie beim Aufstieg.

Dann bogen wir links ab und los ging einer der besten Singletrails, welcher ich je gefahren bin!!! Bild ab.

      Geri beim Einstieg auf der Alpe Cardada

      An den Baumstammabsätzen hatten wir unsere helle Freude

      viel Flow!

      Serpentinen inkl.

Ja das war wirklich saugeil! Geri und ich waren uns einig - Auf diesen Berg müssen wir unbedingt nochmals rauf. Da gibts laut Bikekarte und einer Berner Bikegruppe noch diverse andere Abfahrten runter. Von der Cimetta bis zum Ende des Trails im Val Resa vernichteten wir tolle und durchgehend fahrbare 800 Hm! So muss es sein. Herrlich!!!

Bei der Asphaltstrasse ginge es eingentlich dieser entlang, doch ich las im Vorfeld von einem schönen Trail nach Orselina. Und bei eben dieser Strasse bog tatsächlich ein Trail nach rechts ab. Wir hatten keine Ahnung ob dies was sein könnte und ob es überhaupt dieser Trail ist. Aber wir versuchten es einfach mal.

Der Beginn war vielversprechend und fahrbar. Irdendwann wählten wir dann wohl eine falsche Abzweigung und kamen auf einen stark verblockten, engen und steilen Weg.

Fahbare Stellen waren dann leider Mangelware.

Meistens sah es so aus:

Als wir die Strasse erreichten, waren wir beide nicht unglücklich darüber. Trotzdem hatten wir noch ein bisschen Lust auf Trails und hielten beide die Augen offen nach allfälligen Wanderwegen, welche Richtung Locarno führten. Solche trafen wir keine mehr an, dafür Treppen zu Hauf. Auch an diesen hatten wir unseren Spass. Vorallem Geri, welcher einfach fast jede Stufe fuhr, egal wie steil und eng! Nur ein- zweimal musste auch er passen. Ich war da schon ein bisschen vorsichtiger, hatte aber nicht minder Spass daran.

Und auch um die Aussicht zu geniessen, hatten wir immer noch Zeit.

Und weiter gings im Holpertakt!

Sogar noch was Römerweg ähnliches trafen wir an.

Zufrieden über einen genialen Tag trafen wir dann wieder in Locarno ein und unsere Bikes hatten eine weitere Belastungsprobe bestanden. Tolle Tour für jeden Trailliebhaber. Unser Fazit: Super war's und zur Nachahmung sehr empfohlen!

GPS-Track: Cimetta.gpx

Google Earth-Datei: Cimetta.kmz

Distanz: 29 km / Fahrzeit: 3 h 40 min / Höhenmeter: 1'500 Hm