Der fünfte und letzte Tag meiner Bikeferien im Engadin führte mich zu den wunderschönen Ravais-Seen.

Start war wie immer Celerina, vor meiner Unterkunft der Inn-Lodge. Mehrheitlich dem Inn entlang fuhr ich bis S-chanf

      Zuoz

        S-chanf


Unmittelbar nach S-chanf verliess ich die Hauptstrasse und bog auf eine steigende Schotterpiste ein. Bei Our a God erwischte ich dann per Zufall einen wunderschönen Singletrail.

Kaum aus dem Wald traf ich in Susauna und im gleichnamigen Val Susauna ein.

      Susauna, 1'682 m

Von nun an fuhr ich auf einer Kiesstrasse das Tal hinauf. Zuerst noch wellig und recht angenehm wurde die Strasse je länger je steiler und das Tal enger. Ich kam doch schon recht ins Schnaufen. Landschaftlich war dieses Tal aber klar was vom allerschönsten der ganzen Ferien.

      Ab Plaun Margun wirds steiler!

      Nach Punt dal Tschainger ist die Baumgrenze ist erreicht.

      Blick zurück.


Bei der Alp Funtauna war das Val Susauna fertig und auf einem Schlag war ich im Val Funtauna, dem nächsten Tal. Dieses ist ein wunderschönes Hochtal, eingebettet inmitten der Berge!

      Eingang zum Val Funtauna

      Alp Funtauna, 2'192 m

Bei der Alp Funtauna war dann die erste Pause angesagt und ein Teil der im Tal getätigten Nahrungsmittel wurden vernichtet.
Danach war ein unendlich langer Singletrail an der Reihe, welcher das komplette Tal durchquert.

Die ersten 100 Hm waren meistens fahrbar und bereiteten mir riesig Freude. Ein so schöner Hochtaltrail habe ich noch selten angetroffen. Es gab immer mal wieder ein paar unfahrbare Meter, doch meistens war Trailsurfen vom feinsten angesagt. Und das bergauf!

      Eine der etwas schwierigeren Stellen.

      Da rüber führte mein Weg noch.


Die letzten 100 Hm konnte ich dann nur noch schiebend bewältigen, da der Untergrund des Weges fahren nicht mehr zuliess. Auch wurde es klar steiler.

So erreichte ich den Punkt vor Platta Naira auf etwa 2'430 m, wo die zweite Pause anstand.


Der nächste Teil der Route war dann fast nur noch schiebend zu bewältigen. Die paar Meter welche ich fahren konnte, rentierten jeweils gar nicht, um aufzusteigen.

      Der Beginn des Trails war noch super...

...doch es wurde enger, abschüssiger...

...und unfahrbarer.

Erstaunlicherweise störte mich das aber gar nicht und ich gewöhnte mich ans Schieben. So hatte ich auch besser Gelegenheit, die unglaublich geniale Bergwelt zu geniessen. Weit bis zu den Seen war es ja nicht mehr.


Beim Pt. 2'524 m im Val Sartia war dann das Gröbste geschafft und die Abschnitte, welche ich im Sattel verbrachte, mehrten sich.

Auch dieses Hochtal war optisch einfach der Hammer!!!

Kurze Zeit später erreichte ich dann die Ravais-Seen.

      Lai da Ravais-ch-Sur, 2'562 m

Der südliche, kleinere See war dann zugleich die Passhöhe des heutigen Tages. Der höchste Punkt war erreicht. Ich war begeistert von der Schönheit dieses Sees!


Beim Pt. 2'547 m liess ich den Sattel runter und rüstete mich somit für die Abfahrt. Rund 600 Hm Singletrail galts jetzt bergab zu vernichten.
Gleich zu Beginn kam ich an den grösseren der beiden Ravaisseen an. Und der setzte in Bezug auf die Optik gleich noch einen drauf!

Links am See vorbei war bereits der Trail zu erkennen. Schöne Aussichten!

      Lai da Ravais-ch-Suot, 2'505 m

Der Beginn des Downhills war dann aber doch knackiger als anhand der Aussicht beurteilt. Der zweite Teil ging dann wunderschön flowig dem See entlang. Herrlich!

      Blick zu den Ducan Bergen

      Blick zurück


Die Abfahrt führte danach durchs Val da Ravais-ch. Der Downhill war für mich ein guter Mix zwischen anspruchsvoll und fahrbar. Eine gute Übung, welche grösstenteils grossen Spass machte. Nur bei den Abschnitten, wo im Verlauf der Zeit Felsstürze auf den Weg runter kamen, war nichts mit fahren für mich. Aber sonst Bikespass pur!

      Eine der für mich zu verblockten Stellen

Je weiter ich nach unten kam, desto einfacher wurde der Trail. Schätzungsweise ab 2'150 m war dann alles fahrbar.

Bei Pt. 1'928 m war dann fertig Trailgaudi und eine Schotterstrasse war mein Begleiter bis Chants.


Danach fuhr ich auf der Asphaltstrasse und ein paar Trails runter bis nach Bergün.

Auch hier war die landschaftliche Szenerie unglaublich schön, trotz der Teerstrasse.


So fanden in Bergün eine wundervolle Tour und unglaublich schöne Bikeferien ein Ende. Mit dem Zug rollte ich gemütlich zurück nach Celerina und nach dieser Traumwoche ist eines klar: Engadin, ich komme wieder!!!

GPS-Track: Sella da ravais.gpx
Google Earth-Datei: Sella da ravais.kmz

Distanz: 48.5 km / Fahrzeit: 4 h 5 min / Höhenmeter: 1'100 Hm