Zum ersten Mal in diesem Jahr stand eine etwas längere Tagestour auf dem Programm. Auf der einten Seite gings mir drum tolle Trails zu befahren, auf der anderen wollte ich auch ein bisschen Kilometer fressen im Hinblick auf den Gigathlon.

Von Beromünster aus fuhr ich das komplette Wynatal runter bis nach Aarau. Ich achtete bei der Vorbereitung dieser Tour sehr darauf, so wenig wie möglich auf der Hauptstrasse zu fahren. Dies wurde dann so auch umgesetzt.

      Reinach/AG

      Unterkulm

      Teufenthal

      Suhr


Kurz vor Küttigen sah ich dann auch die Hombergegg, der erste Gipfel des Tages.


Auf der Staffeleggstrasse fuhr ich aus Küttigen raus und in Asperchlus bog ich rechts ab auf eine Schotterstrasse.

Es wurde schlagartig steiler, aber doch angenehmer als auf der verkehrsreichen Hauptstrasse. Beim Pt. 579 zweigte ich links ab. Der Weg war zu Beginn noch fahrbar wurde dann aber immer schlechter und zum Schluss musste ich schieben und sogar ein Stück tragen.

Eine Variante, welche ich mal ausprobieren wollte, so aber bestimmt nicht mehr nachfahren werde. Da nächste Mal fahre ich auf der Hauptstrasse bis ganz rauf zur Staffelegg und von dort dann weiter zur Hombergegg.
Nach dieser Schiebepassage folgte sogleich die nächste, doch weit wars nicht mehr und der letzte steile Teil konnte ich wieder im Sattel bewältigen.

Und schon war ich oben auf der Hombergegg.

      Hombergegg, 776 m


Als nächstes war eine längere Pause notwendig. Seit ich zu Hause los gefahren bin, habe ich nur ein paar Riegel gegessen.
Während dem Mittagsmahl sah ich mir schon mal die ersten paar Meter des Grattrails an. Diesen bin ich schon zweimal gefahren. Einen Bericht davon findet Ihr hier.

Da ich den Trail daher kannte und bestens in Erinnerung hatte, freute ich mich dementsprechend. Nachdem der Rucksack wieder auf dem Rücken war gings dann los!

Der Beginn war eine Flowautobahn erster Güte. Einfach nur herrlich!

Doch je länger Trail, desto anpspruchsvoller das Niveau.

Meistens gings runter, doch gab es auch einige knackige Zwischenanstiege zu bewältigen.

Regelmässig zeigte mir der Trail nun seine Zähne. Das meiste aber blieb tiptop fahrbar.


Beim Gatter war der Hombergegg-Grattrail dann zu Ende. Ich war begeistert und erstaunt über meine Fortschritte. Als ich am Ostermontag 2009 mit Geri und Luki auf der Hombergegg unterwegs war, getraute ich mich diesen Trail noch nicht in den Klickies zu fahren und musste einige Male absteigen. Nun rund zwei Jahre später bin ich fast alles gefahren - und dies selbstverständlich alles schön eingeklickt. So machts Spass! (@Luki: Getreu dem Maighelspass-Motto: "Fahrbar") :-)

Nach dem Gatter fuhr ich gleich wieder bergauf. Die Gisliflueh war mein nächstes Ziel. Auf einer Kiesstrasse, welche ständig steiler und später zum Trail wurde gings schon mal ordentlich zur Sache

Der Trailabschnitt war dann wieder flacher und sehr schön zu fahren.


Der letzte kurze Teil ging dann nur noch schiebend. Weit war es aber nicht mehr, konnte ich doch schon das Gipfeldreieck auf der Gisliflue erkennen.


Und ein paar Höhenmeter später war ich bereits oben.

      Gisliflue, 772m


Oben genoss ich das einzigartige Panorama. Wie schon bei meinen zwei vergangenen Besuchen hier oben, spielte leider erneut die Fernsicht nicht mit.

      Blick zurück auf den Hombergegg-Grat, von wo ich kam.

Nach einer kurzen Pause und einem Schwatz mit einem Wanderer folgte für mich die Abfahrt runter nach Wildegg. Der Trail beinhaltet zuerst einen groben Absatz, welchen ich nur zu Fuss überwinden konnte. Die ganz Mutigen würden aber wohl runter fahren. Auf dem unteren Bild kommt die Schwierigkeit dieser Passage nicht so richtig zur Geltung.


Dann aber folgt wieder Trailgaudi vom feinsten. Bis zur Verzweigung unterhalb Pkt. 744m hat es wieder einige krallige Passagen, die ganze Geschichte ist aber mehrheitlich fahrbar.


Danach versuchte ich eine neue Variante. Die anderen beiden Male fuhr ich jeweils auf der Waldstrasse links runter. Diesmal fuhr ich auf dem Grattrail weiter.
Und soviel war schon sehr schnell klar: Das nächste Mal nehme ich wieder die Strasse. Der Trail wird wohl nicht soviel benutzt. Der Untergrund war kaum fahrbar. Zudem hatte es viel Laub, es war eng und teilweise verwuchert. Das lohnte sich definitv nicht.


Irgendwann hatte der Trail ein Einsehen und hörte von alleine auf. Dann aber folgte eines der Highlights des Tages. Der Sinlgetrack runter zum Veltheimerberg war einer der besten der ganzen Tour.

      Hier der Einstieg

Auch dieses Schmuckstück war sehr abwechslungsreich und bot, wie auf den oberen drei Bildern zu sehen, einige Facetten eines tollen Trails!
Leider gibt es danach keine vernüftige Schlussabfahrt nach Wildegg (oder zumindest ist mir keine bekannt), und so fuhr auf Schotter- und Asphaltstrassen runter zur Aare.


Nun folgte der lange Heimweg das Seetal rauf. Via Lenzburg - Seon - Hallwyl - Boniswil - Birrwil fuhr ich auf teils tollen Trails Richtung "Home sweet home".


Kurz vor Birrwil entschied ich mich noch einen meiner Haustrails auf dem Homberg anzuhängen. Die Aussicht während des Aufstieges auf den Hallwilersee ist mir zwar bestens vertraut, aber immer wieder sehr schön.


Während des Uphills spürte ich die vergangenen Stunden und Kilometer dann doch noch und erleichtert kam ich auf der Homberg Hochwacht an.

      Homberg Hochwacht, 788m.

Dieser Punkt war dann zudem auch gleich Top of the day. Danach folgte dann wie erwähnt einer meiner absoluten Lieblings-Hometrails. Das Ziel der Tour konnte ich von dort oben schon sehen, also auf gehts.

      Der Beginn wie immer sehr knifflig, aber fahrbar

      Der mittlere Teil etwas flacher

      und zum Schluss nochmals schön laufen lassen.

Nach diesem Knaller zum Abschluss fuhr ich den Radweg rauf nach Beromünster und war somit wieder zu Hause. Eine lange und gegen Schluss intensive Tour fand so sein Ende. Die Trails aber waren klasse und die Bemühungen somit wert.

Distanz: 76 km / Fahrzeit: 5 h 23 min / Höhenmeter: 1'200 Hm