Da heute der Wetterbericht für den Nachmittag/Abend Regenschauer und Gewitter angesagt hat, machte ich mich am Vormittag auf eine kurze aber äusserst tolle Tour im Gebiet Fräkmüntegg ran.

Auf Spoony's Bikeblog habe ich bereits von der (von ihm selbst ernannten) Wurzelhölle gelesen. Bei ihm war es sehr glitschig und er rühmte die Strecke gar nicht. Da ich aber im Internet auch positive Berichte über diesen Trail gelesen habe und es momentan staubtrocken ist, wollte ich mir selber ein Bild machen.
So fuhr ich in Kriens los alles der Asphaltstrasse (später Schotter) bis rauf nach Mülimäs.

Der Aufstieg verläuft auf einer angenehm steigenden Strasse. Bereits am Morgen um 9.00 Uhr ist es angenehm warm. Die Bein- und Ärmlinge bleiben von Anfang an im Rucksack.


Nach Mülimäs folgen dann die letzten 130 Hm, welche immer brutal steil sind. Auch heute gelang es mir nicht, alles zu fahren. Es fehlte aber nicht mehr viel. Da nächste Mal packe ich es.

      ist viel steiler, als es aussieht

      Blick zurück, schon fast oben


Oben kam ich dann auf der menschenleeren Fräkmünt an. Nur ein anderer Biker und eine asiatische Reisegruppe waren anzutreffen. Sonst war kaum was los.


Mir war das eigentlich ganz recht und da die Bewölkung auf einmal zu nahm, brach ich meine Zelte wieder ab und machte mich auf den Weg.
Zuerst fuhr ich 450 m den gleichen Weg zurück, bog dann aber nicht links runter der Strasse entlang sondern ging gerade aus weiter auf einen Wanderweg.

Und wie auf dem Bild zu erahnen, kam das Bike für's Erste auf die Schultern. Nach aber höchstens zwei Minuten war der Spuk vorbei und eine kleine Anhöhe war erreicht.

Der Einstieg in den Wurzeltrail wurde sichtbar und sah gar nicht so schlimm aus.
Doch so flach wie auf dem Bild waren nur die ersten paar Meter und schon bald ging heftig die Post ab!!

Absätze, Wurzeln, Steine, das ganze Programm. Zu meinem Erstaunen konnte ich aber fast alles fahren und kam sehr schnell in einen Trailrausch. Dieses Ding machte mir richtig Spass!

Zu Spoony's Schutz muss ich aber sagen, dass ich für den heutigen Tag diese Tour nur gewählt habe, weil momentan solch extrem trockene Verhältnisse herrschen. Wenn diese Wurzeln feucht und nass sind, bringen mich wohl keine zehn Pferde auf diesen Trail.

Aber für den heutigen Tag war das genau die richtige Dosis Trail für mich. Herrlich!!

Je weiter ich nach unten kam, desto einfacher wurde der Trail. Diese Feststellung mache auch Spoony (zum guten Glück für Ihn :-))


Auch ein etwas flaches Stück gabs. Da war zirkeln und balancieren angesagt. Eine gute Übung und eine wahre Freude!


Auf dem Schönenboden genoss ich die Aussicht, auch wenn es sehr dunstig war.


Und weiter im Text!

      Zu steil, hier musste ich parieren.


Bei Buholzerschwändi wurde der Weg nun definitv einfacher und bot keine Schwierigkeiten mehr.

      Auch flotte Wiesentrails hatte es.

      Vor Schwendelberg wurde der Trail breiter und breiter.

      und danach eine zweispurige Kiesstrasse


Kurz vor Horw gabs dann noch einen Trail mit Treppen inklusive.


Und so war ich eins zwei wieder in Kriens bei meinem Auto. Eine super Vormittagstour war somit zu Ende. Zum letzten Mal war ich sicher nicht auf diesem Trail. Das nächste Mal muss es aber wieder so trocken sein und zudem kann man sicher den letzten Teil der Abfahrt noch was optimieren. Die breiten Trails und die Schotterstrasse waren mir dann doch ein bisschen zu einseitig im Vergleich zum oberen Teil.
So, und jetzt bin ich auf den Kommentar von Spoony gespannt. Unsere Meinungsverschiedenheiten betreff den Touren in diesem Gebiet sind ja schon fast Standart. :--))

GPS-Track: Fraekmuent_Schoenebode.gpx
Google Earth-Datei: Fraekmuent_Schoenebode.kmz

Distanz: 21.2 km / Fahrzeit: 2 h 14 min / Höhenmeter: 950 Hm