Am letzten Sonntag machten wir uns auf die Tour über den Hühnerhubel. Vor drei Jahren waren Stefan und ich schon mal da und nun wollten wir uns diesen Berg nochmals anschauen. Damals war es unsere erste gemeinsame Biketour überhaupt.

So fuhren wir nach Eigenthal, wo bereits beim Bike ausladen eine gute Stimmung herrschte.


Danach gings gemütlich Richtung Trochenmatt. Zuerst auf Aspahlt, im Verlaufe des Aufstiegs auf Schotter.


Bei der Alp Trochenmatt auf 1'376 m wurde die Strasse, sofern man sie noch so nennen darf, schmäler und ruppiger.


Etwas später dann ein schöner aber teil nasser Wiesentrail

Martin (rechts im Bild) war zum ersten Mal überhaupt auf einer Biketour mit seinem neuen Drahtesel. Er hatte mächtigen Spass an diesem Tag, doch die fehlende Erfahrung konnte er nicht verbergen. Routinier Pädi zeigte ihm dann gleich mal, wie man mit solchen Hindernissen umgeht :-).


Auf dem Trochenmattsattel hatten wir eine herrliche Aussicht Richtung Nordwesten.


Nach ein paar Höhenmetern aufwärts auf Schotter bogen wir links ab auf den Wanderweg zum Hühnerhubel.


Im weiteren Verlauf war an Fahren nicht mehr viel zu denken. Das Bike wurde entweder geschoben oder geschultert.

      Standard Pausenplatz


Doch immer mal wieder die Aussicht geniessen machte das Ganze gut ertragbar.


Auf dem Gipfel angekommen war dann mal Mittagspause angesagt. Sandwiches und Nussgipfel standen auf dem Menuplan.


Die Abfahrt dann hatte es in Sich. Regelmässig gabs unfahrbare Stellen und der feucht-nasse Untergrund trug nicht unbedingt zu einem besseren Gelingen bei. Da wurden wir von den staubtrockenen Trails der letzten Wochen wohl etwas zu fest verwöhnt. Die Bilder sind meistens von den fahrbareren Stellen gemacht, sieht halt einfach besser aus :-)


Und an diesem Tag hat es jede/n Biker/in mindestens einmal auf die Schnauze gehauen. Zum Glück liefen aber alle Stürze glimpflich ab und wir konnten jeweils drüber lachen.


Mountainbike gefahren wurde natürlich auch...

      Silvan zeigte uns wieder, wie man das Hinterrad versetzt.


Die Erdrütsche, welche uns schon vor drei Jahren das Leben schwer machten, waren leider noch nicht weggeräumt.

Je weiter wir aber nach unten kamen, desto besser wurde der Trail.


Kurz vor der Alp Grünenwald gabs noch einen holprigen Wiesentrail zum Abschluss des Downhills.


Danach mussten wir bis Ober Spächten mangels Alternativen die Höhenmter per Asphalt vernichten. Anschliessend gings nach einer Bachüberquerung auf einem Wanderweg schiebend wieder Richtung Eigenthal. Dieser Aufstieg zerrte nochmals heftig an den Kräften.


Das war wohl nicht so das Gelbe vom Ei, irgendwie hatte ich diesen Abschnitt nicht so steil in Erinnerung. Halb so schlimm, waren wir uns einig. Via Schotterstrasse war dann abschliessend das Ausrollen zu den Fahrzeugen angesagt.


Fazit dieses Tages: Mit Martin konnte ein neuer vom Bikevirus angesteckt werden. Er wird wohl noch mehr begeistert sein, wenn bei der nächsten Tour die Trails etwas fahrbarer werden.

Die Tour selber werde ich so wohl nicht mehr fahren. Die Abfahrt vom Hühnerhubel zur Alp Gummli ist zu schwierig, zu steil und zu verblockt. Die fahrbaren Stellen sind toll, richtig flüssig wurde es aber nie. Dann die Asphaltabfahrt und der Wanderweg bergauf - nicht gerade das was sich ein Biker wünscht. Und noch ein Faktor: Für den unfahrbaren Aufstieg zum Hühnerhubel dürfte die Abfahrt ein paar fahrbare Stellen mehr inne haben.
Da wäre aber noch eine Variante, welche ich mal ausprobieren werden. Vom Hühnerhubel zum Ochs - von dort runter nach Hinter Mülimoos und via Rosenboden wieder zurück nach Eigenthal. Mal sehen...

Aber das Wichtigste: Wir hatten einen tollen Tag! Auch wenn die letzten paar Worte meines Blogberichtes gar negativ tönen, hatten wir trotzdem alle viel viel Spass und dank den Stürzen viel gelacht an diesem herrlichen Sonntag!

Distanz: 15.7 km / Fahrzeit: 1 h 41 min / Höhenmeter: 700 Hm