Aufgrund der vergangenen Niederschläge ist es nun definitiv vorbei mit trockenen Trails die nächste Zeit. Doch das hielt Martha, Pädi, Silvan und mich nicht ab, ein bisschen die Trails unsicher zu machen. Ich wählte eine Tour auf dem Gottschalkenberg oberhalb des Ägerisees aus, welche ich letztes Jahr schon bei etwas feuchten Verhältnissen gemacht habe. Und damals ging das ganz gut. Sarah und ich hatten viel Spass auf der Tour.

So starteten wir in Oberägeri. Zuerst gings gemütlich auf dem Südwestufer des Ägerisees entlang.


Am untersten Zipfel des Sees beginnt dann der 430 Hm Aufstieg zur Kappelle St. Jost.


Rund 100 Hm vor St. Jost gibts einen kurzen aber äusserst giftigen Aufstieg zu bewältigen.


Der Rest des Aufstieges ist aber problemlos zu meistern und relativ unspektakulär. Leider war aufgrund der Bewölkung die Fernsicht stark eingeschränkt.

      Ägerisee


Nach der Kappelle St. Jost folgte ein erster kurzer Trail, bei welchem Silvan nach 15 Metern bereits mit der guten alten Schwerkraft Bekanntschaft machte. Die nassen Wurzeln waren aalglatt!

      Pädi kam da besser durch.


Via Raten gings auf Schotter und Teer weiter. Der Nebel wurde dichter und dichter.


Danach folgte Experiment 1. Letztes Jahr fuhren wir rechts um die Muetegg herum, dieses Mal wollte ich gerade rauf und ganz nach oben. Da meine Begleiter gegen solche Experimente nie abgeneigt sind, folgten sie mir. Der Aufstieg war schon mal glänzlich unfahrbar.


Der Trail runter war toll, aber so kurz, dass ich gar nicht dazu kam ein Foto zu schiessen. Da stimmten Aufwand und Ertrag betreff Aufstieg/Abfahrt nicht überein. Deshalb das Fazit: Der Weg über die Muetegg lohnt sich mit dem Bike nicht. Besser rechts rum umfahren.

Die Route ging dann weiter auf einer Schotterstrasse, immer im dichten Nebel.


Doch schon bald wurde aus der Strasse ein Trail. Und zwar einer, welcher auch bei solch feucht-fröhlichen Verhältnissen Spass macht. Die Wurzeln wurden von unseren Federgabeln einfach geschluckt und die Absätze als Schanzen missbraucht. Ein wirklich toller Abschnitt zwischen der Muetegg und der Mangelhöhe. Die Nässe und der Dreck waren kein Problem.

      Keine Fotos von den technischen Stellen, da laufen gelassen :--))


Auf der Mängelhöhe folgte dann Experiment 2: Der Grattrail über die Bruusthöchi. Auch diesen könnte man wieder rechts rum umfahren, so wie wir letztes Jahr vorgingen. Und auch hier war zu Beginn wieder Schieben angesagt.

      Bruusthöchi, 1'177 m

Auf der Bruusthöchi angekommen herrschte eine Stimmung wie in einem Horrorfilm. Kahle Bäume von denen die Regentropfen runter rieselten und dazu der dichte Nebel. Uns gefiel's!
Die Abfahrt war dann zu Beginn relativ einfach.


Auf der Höhe von ca. 1'120 m folgte ein fast nicht auffindbarer Dschungeltrail. Der Beginn war doch sehr ruppig und verwachsen, der untere Teil aber spassig! Auch hier keine Fotos direkt vom Trail, da ich es einfach laufen liess.

      Bikersuchbild...


Beim Pt. 1'070 spuckte uns dieser Trail in den nächsten aus. Denn es war noch nicht vorbei...



Nach einem einfachen Teilstück im Wald gabs einen flowigen Wiesentrail, wo dieses tolle Foto (Bild oben) von Pädi und Silvan entstand. Und wer ist jetzt wer? :-)

Danach kam das Sahnestückchen. Ein Downhill mit Wurzeln, leichten Absätzen und schnellen Passagen. Und auch hier trotz der nassen Trails alles fahrbar. Ein Traum!

      Chregu

      Pädi

      Martha

      Silvan


Auf einem dann doch arg schlammigen und dreckigen Wiesentrail gings weiter bergab nach Schurtannen.


Aber auch hier alles fahrbar. So fuhren wir via Rotenbach alles auf geteerter Strasse zum Weiler Brämen. Dort mussten wir leider aufgrund eines überdeutlichen Bikeverbotes umkehren und fuhren nach Cholrain. Dort aber trafen wir dann trotzdem noch auf einen Trail.

      Zuerst flowig dem Waldrand entlang...

...und zum Schluss über eine steile Treppe.


Den Rest mussten wir dann (Bikeverbot sei dank) der Hauptstrasse via Neuägeri zurück fahren. Aber egal, wir hatten trotzdem einen tollen Tag. Und für alle, welche bei nassen Verhältnissen nach einer geeigneten Tour suchen, hier wäre eine Solche.

GPS-Track: Gottschalkenberg.gpx
Google Earth-Datei: Gottschalkenberg.kmz

Distanz: 28.7 km / Fahrzeit: 2 h 25 min / Höhenmeter: 780 Hm