Für ein Wochenende machten sich Martha, Silvan und ich auf ins Wallis. Am ersten Tag stand eine der besten Biketouren der Schweiz auf dem Programm. Wie überquerten den Saflischpass.

Der Start unserer Tour war nicht in Fiesch, wo die meisten Touren über den Saflischpass starten, sondern in Lax. Wir wollten den ruppigen Aufstieg nach Ernen umgehen und diesen auf der Strasse bewältigen.
Nach Ernen folgte dann der mehrheitlich flache Teil ins Binntal.


Nach Ausserbinn kann der lange Strassentunnel elegant umfahren werden.


Ze Binnen präsentierte sich uns dann von der malerischen Seite.


In Heiligkreuz machten wir dann eine längere Pause, bevors ans Eingemachte ging. 1'100 Höhenmeter Aufstieg, alles auf Schotter, soll nun bezwungen werden.


Oberhalb der Baumgrenze zeigt sich das Saflischtal von seiner schönen Seite.

      Blick zurück


Bei Brunegge auf 2'336 m hört die Schotterstrasse auf und für die letzten rund 200 Hm ist Trail angesagt.

Der Start ist zu steil zum fahren, doch dann verwandelt sich der Weg in einen traumhaften Singletrail.


Gegen Schluss kommt das Bike ein paar Mal noch kurz auf die Schultern.


Grundsätzlich sind diese rund 200 Hm aber Trailspass vom feinsten - und dies bergauf!

      Die Passhöhe in Sichtweite


Und so erreichten wir den Saflischpass auf 2'563 m. Wir waren fasziniert von der Bergwelt und waren ganz alleine hier oben. Es war einfach herrlich!


Nach einer ausgedehnten Pause begann die Abfahrt. Und diese gehört für mich ja zum Besten, was ich je mit meinem Bike gefahren bin. Ich war bereits im Herbst 2009 auf dem Saflisch und seit her gehört diese Tour in die Kategorie "ganz grosses Bikekino".

Na dann mal los!

Die Abfahrt lässt sich in vier Teile splitten. Teil 1 ist vom Pass runter zum Fleschboden.

Dieser Abschnitt lässt sich nicht in Worten beschreiben - einfach nur traumhaft!!!


Nur kurz vor Fleschboden gabs eine nenneswerte unfahrbare Stelle.

Der Rest ist ein Biketraum erster Güte!


Nach einem kurzen Abschnitt auf einer holprigen Schotterpiste kehrten wir im Restaurant Fleschbode ein, wo wir eine feine Glace genossen. Anschliessend gings weiter mit Teil 2 der Abfahrt. Der tolle Trail vom Fleschbode nach Stafel. Dieser war dann leicht technischer als der obere Teil.


Dann wieder kurz auf einer Strasse weiter, bogen wir nach Stafel auf einen Suonentrail ein. Dieser war teils sehr eng, wir mussten uns dementsprechend konzentrieren. Der Trail ist aber sehr schön angelegt und gibt immer mal wieder atemberaubende Tiefblicke frei.


In Rosswald fuhren wir ein paar Höhenmeter auf Asphalt bergab und einen Moment später läuteten wir den Start von Teil 4 ein: Den 36er Weg von Rosswald nach Ried-Brig!

Und hier wird allem nochmals die Krone aufgesetzt. Ein unglaublich geiler Singletrail windet sich in 36 Kehren ins Tal runter. Und da ich ja nicht gerade der Serpentinenkünstler bin, ist es mir gerade recht, dass die Kurven nicht allzu eng und somit für mich fahrbar sind.


So fahren wir zur besten Aprés-Bike Zeit mitten in Brig ein. Dort gibts auf diese Knaller-Tour im Britannia-Pub einen gespritzten Weisswein und ein Bier. Wobei Champagner und Kaviar eher besser zu diesem Traumtag passen würden...


Ich war im Herbst 2009 schon begeistert, und war es auch dieses Mal. Die Saflischpass-Tour ist einfach super und ist eine der besten Biketouren der Schweiz. Wir kommen ganz sicher wieder!

GPS-Track: Saflischpass.gpx
Google Earth-Datei: Saflischpass.kml

Distanz: 44,7 km / Fahrzeit: 4 h 32 min
Höhenmeter bergauf: 1'525 Hm
Höhenmeter bergab total: 1'879 Hm
Höhenmeter bergab nur Trail: 1'351 Hm