Für die wohl letzte Hochtour des Jahres 2011 reisten Martha und ich ins Lötschental im Wallis. Und wir haben es nicht bereut.

Da Martha Ferien hatte und ich bereits am Dienstag Mittag Feierabend machen konnte, reisten wir bereits am Vortag an. Zum Übernachten wählten wir das Hotel Ambord in Ferden aus. Wir wurden überaus freundlich und herzlich begrüsst und das Zimmer war ebenfalls sehr gemütlich. Nur die Bedienung während dem Abendessen war leider sehr unaufmerksam und machte nur das Nötigste.

Am nächsten Morgen gings dann bei sehr frischen Temperaturen aufs Bike.

      Ferden


Leider mussten wir durch die Galerie durchfahren, weil die letzten Unwetter den Wanderweg verwüsteten. Dies ging aber dank Trottoir problemlos von statten. In Kippel gingen wir kurz einkaufen und beim nächsten Dorf Wiler machten wir uns an den Aufstieg zur Laucherenalp ran. Doch auch da war plötzlich die Strasse zu Ende. Unglaublich, welche Kraft und Energie solche Unwetter auslösen können.


An dieser Stelle mussten wir aber keinen Umweg machen und konnten den Schuttkegel linker Hand umgehen. Danach war die Strasse in bestem Zustand.

Und schon bald waren wir auch an der wärmenden Sonne.


Auf der Laucherenalp war noch nichts los. Auch Schnee ist weit und breit nicht in Sicht, ist dies doch im Winter ein bekanntes Skigebiet.

      Laucherenalp, 1'969 m


Somit war der erste Aufstieg des Tages geschafft und es folgte eine knapp 300 Hm-Abfahrt auf Schotterstrasse.


Unterwegs querten wir erneut den Bach, welcher unten im Tal für Verwüstungen gesorgt hat.


Beim Pt. 1'693 gings dann wieder aufwärts.

vorbei an schönen Eisformationen, welche sich in den Bächen bildeten.

Je länger der Aufstieg dauerte, desto wärmer wurde es. Wir näherten uns der Mittagszeit.

      Fantastischer Blick ins Lötschental


Die Faldumalp auf 2'035 m war dann der nächste Referenzpunkt.


Und weiter gings, immer bergauf. Langsam bekamen wir beide Hunger.


und fanden dann auf Oberi Meiggu unseren Rastplatz.


Nachdem wir unsere knurrenden Mägen gestillt hatten, gings auf einem Wanderweg ein paar Höhenmeter nach oben. Danach befanden wir uns auf einem herrlichen Höhenweg, welcher um die Südseite des Schwarzhorns führte.

Alles fahrbar - Flow pur!

      Man beachte die Farbe des Himmels... :-)


Staubtrockene Trails auf 2'300 m - und dies Ende November!


Auf der Alp Stafel (2'205 m) war dieser herrliche Panoramatrail leider vorbei. Wir hätten noch ewigs so biken können. Aber das kennt ja jede/r Biker/in. Auch der geilste Trail geht irgendwann zu Ende.

Das nächste Stück war mangels Alternativen eine Strasse, auf welcher wir bergab 300 Hm vernichten mussten. Dafür gabs auf der Underi Fäslialpu ein unglaublich leckeres Kaffee Trächu.


Nach der Pause fuhren wir nochmals ein bisschen auf der Strasse bis schon bald ein Wanderweg rechts abzweigt. Und dort begann auch die Abfahrt nach ganz unten. Der erste Teil bis Jeizinen ist teilweise wie auf einem Teppich zu fahren.

Ein einfacher, aber optisch sehr sehr schöner Trail.


In Jeizinen packten wir dann noch den letzten Teil bis runter nach Gampel. Auch hier die Devise: einfacher Trail, optisch aber sehr gelungen. Die Bremsen wurden auch schon mehr gebraucht, wir konnten es teils schön laufen lassen.


Es gibt immer mal wieder, vorallem in der unteren Hälfte, leicht ruppige Stellen, welche teils an einen Römerweg erinnern. Grundsätzlich aber klar ein Trail der einfacheren Sorte.

Zielschuss.


Und was für ein perfektes Timing wir auf unserer Tour hatten, zeigt das nächste Bild, welches Martha kurz vor Gampel gemacht hat. Denn nur ein paar Höhenmeter oberhalb des Talbodens verabschiedete sich die Sonne von uns!


So wurde es auf einen Schlag etliche Grade kühler. Doch schnell waren wir beim Bahnhof Gampel-Steg, wo wir zufrieden und glücklich die Heimreise antraten.

Tja, das wars dann wohl mit der diesjährigen Bike-Hochtouren Saison. Denn nächste Woche soll ja defintiv der Schnee Einzug halten. Auch nicht schlecht, dann gehts ab auf die Pisten und die Skigebiete freuts sowieso. Aber trotzdem wollen wir an dieser Stelle folgendes noch sagen: "November 2011 - Danke schön!"

GPS-Track: Loetschental.gpx
Google Earth-Datei: Loetschental.kml

Distanz: 31 km / Fahrzeit: 3 h 38 min / Höhenmeter: 1'270 Hm