Diesen Berg hatte ich schon lange auf meiner Liste. Am letzten Sonntag war es dann endlich soweit. Zusammen mit Martha, Silvan, Martin und Seppi fuhr ich auf den Wildspitz - und natürlich auch wieder runter!

Der Wetterbericht sagte am Vormittag noch eher besseres Wetter voraus. Ab Mittag seien dann die ersten Regentropfen und Gewitter möglich. Deshalb gingen wir früh raus und waren bereits um 7.15 Uhr beim Bahnhof Arth-Goldau. Doch kaum waren Martha, Silvan und ich dort, begann es zu regnen. So liessen wir die Bikes mal in und auf den Autos und verzogen uns ins Bahnhofbistro. Auch als Seppi und Martin eintrafen, machte Petrus noch keine Anstalten, die Schleusen zu schliessen. So um halb neun aber hörte der Niederschlag auf und es wurde einiges heller am Himmel. Wir fackelten nicht lange und fuhren los. Wenn es dann wieder zu regnen beginnt, brechen wir einfach ab und nehmen den erst besten Trail nach unten. Soweit unser Plan.

Bei der Bäckerei Pfenniger in Goldau füllten wir unsere Rucksäcke auf und dann gings definitiv los.


Bis nach Steinerberg folgten wir alles der Hauptstrasse. Von dort gings dann links weg.

Die Strasse war alles in allem doch ziemlich steil. Dafür waren die Höhenmeter umso schneller geschafft.


Rund 200 Hm vor dem Gipfel konnten wir das Restaurant auf dem Wildspitz erkennen.


Oben auf dem Gipfel angekommen zog von der Ägeriseite ein wenig Nebel auf. Doch er schaffte es nicht ganz, den Berg zu überqueren.


Da es oben doch ein bisschen frisch war, gingen wir ins Bergrestaurant etwas essen.


Den Bikeparkplatz hatten wir übrigens für uns ganz allein.


Nach der Mittagspause ging die Tour dann weiter. Wir fuhren zuerst dem Grat entlang alles richtung Westen.


Natürlich schauten wir uns auf dem Gnipen die eindrückliche Abbruchstelle des Goldauer Bergsturzes an.


Und auch hier oben hatten wir den Bikeparkplatz für uns allein :-)


Danach fuhren wir der Kante entlang bis zum Punkt 1'533 m. Nach dem Eintrag ins Gipfelbuch machten wir uns an die Abfahrt nach Goldau, welche hier startete.


Der Trail war gleich sehr steil und aufgrund der Nässe auch rutschig. Da mussten wir bereits ein erstes Mal schieben. Nur Silvan fuhr alles durch.


Nachdem der erste schwierige Teil überstanden war, war bis zum Ochsenboden das Meiste fahrbar. Steil und rutschig blieb es aber weiterhin.

Erwähnen muss ich an dieser Stelle noch die beiden Brüder von Martha. Es sind dies Martin (Bild oben) und Seppi (Bild unten). Martin war erst das vierte Mal auf einer solchen Biketour und er zeigt bei jeder Tour weitere Fortschritte. Und Seppi wurde ganz frisch mit dem allseits bekannten Bikevirus infiziert. Es war für ihn erst die zweite richtige Biketour und auch er schlug sich sehr gut und hatte seinen Spass. Zudem ist klar: Das Ende der Fahnenstange ist da noch lange nicht erreicht.


Auf dem Ochsenboden angekommen, folgte der einzige Trail, der man als ein bisschen flowig bezeichnen kann. War natürlich auch mal schön, es mal laufen zu lassen.
Beim Pt. 988 war dann aber bereits wieder fertig lustig und es folgte ein Trail, auf welchem wir mehrheitlich am schieben waren. Zum Schluss wars so eng, dass wir die Bikes vor uns her schieben mussten.


Im Nachhinein wäre es wohl klüger gewesen, beim Punkt 988 nach rechts abzubiegen. Denn der folgende Trail war aufgrund der (erneuten) Steilheit und den nassen Wurzeln auch nicht gerade unser Ding. Fahren und Schieben wechselten sich regelmässig ab.


Nur der allerletzte Trail war dann wieder richtig toll.


Cool war auch, das der Trail exakt bei der Hauptstrasse aufhört. Also ganz unten. Das gefällt dem Biker sowieso immer.
Schnell waren wir dann wieder beim Bahnhof Arth-Goldau. Und Föhn sei Dank - das Wetter hat bis ins Ziel gehalten. Super!

Ein feines Dessert im Aprés Bike genossen wir dann in Arth. So fand eine spektakuläre Tour ein Ende. Gesamthaft gesehen wohl doch eine Spur zu schwierig, aber Spass gemacht hats trotzdem. Und das der Wildspitz kein Kindergeburtstag ist, wussten wir ja alle. Trotzdem waren wir bestimmt nicht das letzte Mal dort oben. Es gibt ja noch andere Möglichkeiten zum runterkommen. Danke Euch allen, dass ihr mitgekommen seid. Es machte tierischen Spass!

Besten Dank auch an David von http://blog.t-error.ch/, welcher mir den Track seiner Wildspitz-Tour zur Verfügung gestellt hat.

So gibt es auch dieses Mal ein Video von der Tour. Das Meiste wurde im oberen Teil der Abfahrt gefilmt, und zwar von Silvan und seiner Helmkamera. Den Film fertig gestellt habe ich dann.

Hier gehts zum Film


GPS-Track: Wildspitz.gpx
Google Earth-Datei: Wildspitz.kml

Distanz: 22.9 km / Höhenmeter: 1'142 Hm / Fahrzeit: 3 h 25 min