Weiter gehts mit dem Bericht zum Tag Nr. 8 unserer Transalp.

Bereits beim Start in Biasca trennten sich unsere Wege. Martha fuhr mit dem Zug bis nach Rivera und ich setzte mich gleich nach dem auschecken aufs Bike. Mein Ziel ist klar, Como zu erreichen, ohne den ÖV zu benutzen.
So fuhr ich zuerst (leider) auf der falschen Ticino-Uferseite nicht nur dem Fluss , sondern auch der Autobahn entlang.

      So werden Brücken-Unterführungen zu Turnübungen.

Erst nach Osogna konnte ich endlich die Flusseite wechseln. Danach fuhr ich einen Teil auf dem Velowanderweg Nr. 3 Nord-Süd Route.

      Preonzo

Die Route war sehr abwechslungsreich und gefiel mir. Kurz nach Claro bog ich in den Weg ein, welcher unmittelbar am Ticinoufer entlang führt. Der war glatt noch einen Tick besser.


So erreichte ich gut 20 km nach dem Start Bellinzona, die Hauptstadt des Kanton Tessins.


Nach einer kurzen Verpflegungspause ging meine Reise weiter auf Quartier- und Nebenstrassen bis nach Cadenazzo.


Dort startete der gut 1'000 Hm steile Aufstieg zur Cima di Medeglia. Die Strasse war gleich zu Beginn ordentlich steil.

      Auch galt es die N2 zu unterqueren.

      Robasacco


Und mein leichtes Gefühl einer ersten Müdigkeit vom Vortag bestätigte sich auch heute. Noch bei keinem Aufstieg hatte ich so Mühe wie bei diesem. Nichts desto trotz - es musste weiter gehen.

Irgendwann wurde aus Asphalt Schotter.


Nach gut 800 schweisstreibenden Höhenmetern erreichte ich Fontanella auf 1'043 m. Ich war schon mal ziemlich froh, hier oben angekommen zu sein. Nun sind es nur noch 200 Hm bis zum höchsten Punkt des Tages.


So machte ich mich an den Schlussaufstieg ran.

      Gegen Ende war nicht mehr alles fahrbar.


Weit war es dann nicht mehr bis zum Gipfel. Dort oben wartete bereits Martha auf mich, welche von Rivera aus via Isone hier raufgefahren ist.

      Kurz vor dem Gipfel

      und dann endlich oben

      Cima di Medeglia, 1'260 m


Martha war schon länger da, genoss die Ruhe und die Sonne. Auch ich hatte nun eine längere Pause nötig. Der Aufstieg war happiger als budgetiert. Die Aussicht entschädigte aber für vieles.


Langsam machten wir uns für die bevorstehende Abfahrt bereit. Da der Aufstieg doch einige Körner verbrauchte, wählten wir die eher einfachere Variante zum Monte Ceneri runter. Diese Abfahrt machten wir bereits im Februar 2011 schon mal. Damals hatten wir im oberen Teil deren noch Schnee.


Schneefrei macht dieser Trail natürlich gleich noch mehr Spass!

      vereinzelte knifflige Stellen, grundsätzlich aber toller Fahrspass!


Ein wirklich toller Trail, der uns grosse Freude bereitete!


Die letzten 200 Hm mussten wir auf einer rassigen Teerstrasse vernichten, bevor wir auf dem Monte Ceneri ankamen. Von dort gings dann noch rassiger runter nach Rivera, wo wir in unsere Unterkunft, der Osteria Stazione, eincheckten. Eigentlich ganz nett dort, doch wer ein Zimmer mit Blick auf Strasse hat, muss mit viel Krach und Lärm die Nacht durch rechnen. Eigentlich logisch, befindet sich dieses Hotel doch direkt an der Nord-Süd Achse. Der heutige Tag schlauchte uns aber genug, so dass wir trotzdem ganz ordentlich schliefen.

GPS-Track: Biasca-Rivera.gpx
Google Earth-Datei: Biasca-Rivera.kml

Distanz: 52 km / Fahrzeit: 4 h 36 min / Höhenmeter: 1'100 Hm