Es geht dem Ende entgegen. Hier die Berichte der Tage neun und zehn.

Tag 9: Alpe Foppa - Lugano, 10. Juli 2012 

Zum Start des Tages in Rivera machten wir gleich mal eine Programmänderung. Eigentlich hatte ich vorgesehen, zum Monte Tamaro raufzufahren und dann über die bekannten, genialen Trails nach Lugano zu gelangen. Martha wäre direkt mit der Gondelbahn zur Alpe Foppa gefahren. Da ich aber bereits am Sonntag und auch gestern an den Etappenzielen ziemlich erschöpft war, liessen wir dies.

So fuhren wir zuerst beide mit der Bahn hoch zur Alpe Foppa.

      Bei der Talstation wird fleissig am neuen Acquapark gebaut.

      Alpe Foppa, 1'530 m


Dort wollten wir den Freeridetrail runter fahren. Doch dieser ist nur für Freeridebikes zulässig. Wir wurden mit unseren Fullys klar und bestimmt zurück gepfiffen. So liessen wir dies und fuhren die Kiesstrasse runter, welche ursprünglich ja für die Auffahrt vorgesehen wäre.

      Da würde es langgehen


Unsere Hoffnung war stets, dass sich da bestimmt irgendwo einen Trail finden lässt, welcher uns wieder runter führt.


Doch weit gefehlt. Wir fanden nirgends eine Abzweigung, nur zwischendurch führte der Freeridetrail an der Strasse vorbei.


Sah nicht sooo schlecht aus. Machte aber trotzdem einen steilen und anspruchsvollen Eindruck. Das nächste Mal werden wir uns Downhillbikes mieten, soviel stand fest.

Nur einen kurzen Abschmitt vor der Mittelstation wurde uns auf einem Trail vergönnt.


Nach einer kurzen Pause fuhren wir weiter der Strasse entlang. Und als wir es schon aufgaben, zeigte kurz vor dem Talboden ein Wanderwegweiser nach rechts in Richtung Soresina. Nun gut, viel wird das nicht mehr sein, aber immerhin. Mit diesen Gedanken gingen wir uns diesen Trail mal anschauen.


Er begegntete uns sehr abwechslungsreich. Das Meiste war fahrbar und recht schön. Zu Beginn hats aber drei - vier verblockte Stellen.


Als wir wieder unten waren, fuhren wir auf der Nord-Süd Route Nr. 3 weiter. Bis Taverne war alles sauber markiert, doch dann verpassten wir irgendwie eine Abzweigung. War im Nachhinein aber egal, da wir sowieso nach Lugano wollten und nicht nach Agno, wohin die Route weiterführen würde.

So waren wir früher als erwartet an unserem Ziel und konnten bereits um 13.00 Uhr im Hostel Montarina in Lugano unser Zimmer beziehen. Wobei zu erwähnen gilt, dass wir im Montarina gebucht haben, aber ein Zimmer im noch schöneren Continentalparkhotel kriegten. Dieses liegt gleich nebenan. Da sagten wir natürlich nicht nein. Dies war möglich, weil die beiden Unterkünfte eng zusammen arbeiten.

Auch zu erwähnen gilt es den Pool, welcher schön in den eigenen Garten eingebettet ist. So war es ein leichtes, den Nachmittag ausklingen zu lassen. Trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Enttäuschung am Monte Tamaro liessen wir es uns an diesem Nachmittag richtig gut gehen. Auch ein Stadtbummel und ein Spaziergang im Parco Civico stand noch auf dem Programm.

GPS-Track: Rivera-Lugano.gpx
Google Earth-Datei: Rivera-Lugano.kml

Distanz: 30 km / Fahrzeit: 2 h 6 min / Höhenmter: 200 Hm

Tag 10: Lugano - Morcote, 11. Juli 2012

Wir waren uns bereits einig, die letzten zwei Tage lassen wir es ebenfalls ein bisschen gemütlicher angehen als geplant. So standen heute "nur" ein paar schöne Trails am Monte Arbostora auf dem Programm.

Wir fuhren sehr spät los, erst so um die Mittagszeit. Für die geplante Tour reichte das aber alleweil. Nachdem wir am Vormittag noch ein bisschen in der Stadt unterwegs waren und in Paradiso zu Mittag assen, startete die Tour dann doch noch :-) Von Paradiso gings eine gleichmässig steile Strasse rauf bis nach Pazzallo. Dort folgte der erste coole Trail bis nach Carabbia.

      Carabbia, 518 m


Nach Carabbia folgte der lange Trail den Hängen des Monte Arbostora entlang. Ich habe diesen schon mehr als einmal befahren, das letzte Mal im Jahr 2009.


Ein unglaublich schöner, flowiger Trail, der mit viel viel Fahrspass glänzt. Aber Achtung - immer mal wieder steht ein kurzer, knackiger Gegenanstieg im Weg, so wie auf dem obigen Bild.


Kaum ist dieser tolle Trail vorbei, sind wir schon inmitten der ersten Häuser von Arbostora, wenn man so will, einem Vorort von Morcote. Schnell fanden wir unsere Unterkunft, das Hotel Garni Iris. Eine feine Unterkunft, welche wir auch ein zweites Mal wieder besuchen würden. Auch ein hoteleigener Strand wird angeboten. Das machten wir uns natürlich gleich zu Nutzen.

Für das Abendessen empfehlen wir allen unbedingt ins Dorf Morcote zu gehen. Von unserer Unterkunft hatten wir ca. 10 Minuten zu Fuss. Dieses unglaublich schöne "Städtchen" hat einen sehr sympatischen Charme. Die Restaurants, welche direkt an der Strasse sind, bieten zwei Möglichkeiten zum essen. Man kann bergseits im jeweiligen Hauptgebäude dinieren, oder dann aber auf dem "Balkon", welcher direkt über dem See ist. Da wir im Ristorante Post noch Platz auf dem Seebalkon hatten, wählten wir natürlich diese Variante.

Interessant wurde es, als im Verlaufe des Abend kurzer, aber heftiger Regen einsetzte. Da waren die Herren in der Bedienung doppelt gefordert., da sie jeweils mit Schirm und Teller über die Strasse gehen mussten. Hier noch ein Foto von unserem Tisch aus mit Blick zum See während des Regens.


GPS-Tracks: Luagno-Morcote.gpx
Google Earth-Datei: Luagno-Morcote.kml

Distanz: 14 km / Fahrzeit: 1 h 28 min / Höhenmeter: 340 Hm