Da unser Präsident der Aktivriege unseres Turnvereins, Lukas Herzog, letztes Jahr zugleich OK-Präsi des 125-Jahr Jubiläums unseres Vereins war, kriegte er an der diesjährigen GV im Februar von uns Vorstandskollegen ein Geschenk. Da er schon mehrere Mal mit mir auf dem Bike war, einigten wir uns auf ein Bikeweekend, welches ich organisiere. Nur biken muss er selber, den Rest übernehme ich.

So markierten wir das Wochenende vom 17. - 19.08. in unseren Agenden. Je näher das Datum rückte, desto grösser wurde die Vorfreude. Und als auch der Wetterbericht Topbedingungen voraussagte, konnten wir es kaum erwarten. So buchte ich eine Woche vorher ein Zweibettzimmer in der Jugendherberge Davos. Am Freitag 17.8. fuhren wir dann nach Davos.

Für die beiden Tourtage habe ich mir für den Samstag die Tour über die Ducanfurgga ausgesucht. Auf www.gps-tracks.com wird diese mit den Superlativen galaktisch, sensationell und bombastisch beschrieben. Für unseren OK-Präsi also nur das Beste - sagte ich mir bei den Vorbereitungen.

So stiegen wir am Samstag Morgen in den Zug nach Bergün. Als erstes verpflegten wir uns dort in der örtlichen Bäckerei.

      Bergün, 1'367 m


Dann fuhren wir los. Nach Bergün gehts zuerst ganz angenehm aufwärts.


Nach Runsolas wird die Strasse aber teilweiso so extrem steil, dass sie trotz gutem Untergrund gerade noch so fahrbar ist.


Kurz vor der Alp da Stugl wirds wieder etwas gemütlicher.


Nach der Alp ist fertig mit Strasse und es geht auf Trail weiter.

Viele Stücke sind hier noch zu fahren.

Während der Trail steiler wird, glänzt das Val da Stugl mit einer einzigartigen Landschaft.

 


Spätestens beim Punkt 2'254 müssen wir unsere Bikes die letzten gut 400 Hm rauf tragen und schieben.

      Das Ziel vor Augen...


Auch ein ausgetrocknetes Bachbett gilt es zu überqueren.


Die unglaublich faszinierende Umgebung entschädigt aber für vieles.

      Blick zurück


Die Landschaft wir karger, je weiter rauf wir kommen.


Kurz vor der Ducanfurgga, auf ca. 2'680 m, erreichen wir den höchsten Punkt des Tages. Dort machen wir eine ausgiebige Pause und geniessen die grandiose Aussicht.


Danach gehts auf einem fein angelegten Pfad zur Ducanfurgga rüber.

      Der Übergang in der Mitte, das ist die Ducanfurgga

Bevor wir die Furgga erreichen, gehts ein kurzes, stutziges Stück bergab. Wegen des sandigen Untergrunds ist es sehr rutschig.

      Luki wartet schon.


Und dann habs auch ich geschafft. Die Ducanfurgga auf 2'667 m ist erreicht.

Hier oben hat man fast das Gefühl, auf dem Mond zu sein. Wir geniessen nochmals diese karge Landschaft, uns beiden gefällts hier oben. Irgendwann ist dann aber doch Zeit, um aufzubrechen. Der Blick ins Ducantal, wo wir nun gleich runter fahren werden, sieht nicht uninteressant aus.


Die Abfahrt startet mit einem kurzen Gegenanstieg.



Danach ist der erste Teil erneut steil und rutschig. Ein bisschen Feuchtigkeit würde dem Trail hier nicht schaden - oder liegt es an meinen fast abgelaufenen Pneus...?


Grundsätzlich sind die Trails aber wirklich klasse, so wie man sich hochalpine Trails vorstellt.


Auf ca. 2'500 m wird die Umgebung wieder etwas grüner, die Trails bleiben toll!


Der Abschnitt ins Ducantal ist dann wiederum sehr steil. Luki fährt fast alles, ich muss einige Mal mehr kapitulieren.


Doch man kann auch zuviel riskieren, wie das nächste Foto beweist.:-)


Doch nichts passiert, die Fahrt kann weitergehen.

      Blick zurück


Im Tal unten wird der Trail dann extrem flowig - einfach herrlich hier entlang zu biken.


Vor dem Wasserfall ändert der Trail ein weiteres Mal sein Gesicht. Hier ist es sehr abschüssig. Höchste Konzentration ist gefragt.


Nach der Bachüberquerung folgt ein kurzer Aufstieg, bevor der Trail zum ersten Mal in einen lichten Wald reinführt.

Auch hier wieder ganz grosses Trailkino.


Ein wenig später erreichten wir die Siedlung mit dem Namen "Wasserfall", welcher von hier aus zu sehen ist. Nach einer kurzen Pause fuhren wir zum ersten Mal seit langem wieder auf einer Strasse.




Aber nur bis Sand, kurz vor Sertig Dörfli. Dort bogen wir in den Singletrail ein, welcher zum Rinerhorn führt.

Eigentlich ein Trail, welcher in der anderen Richtung gefahren wird. Doch dieser machte auch bergauf Spass.


In Davos wird auf die sogenannte "Trail Toleranz" hingewiesen, wie dieses Schild am Wegweiser beweist. Da könnten sich gewisse Gebiete, wenn nicht sogar ganze Kantone, eine dicke Scheibe davon abschneiden!!


Ein wirklich toller Bergauftrail, bei welchem sich aber vorallem bei mir zeigte, dass die Kraft langsam zu Ende geht.

 


So entschieden wir uns bei Äibrügg für den Trail, welcher nach rechts runter nach Davos zweigte.


Der war dann nochmals wirklich cool. Im mittleren Teil gibts einen kurzen Unterbruch durch eine Strasse, sonst tolles Trailvergnügen.


Bei Mühle bogen wir scharf links ab nach Clavadel.


Von dort packten wir zum Abschluss noch den Weg nach Bolgen ins Gepäck.


So endete eine grandiose Tour bei grandiosem Wetter. Und das Beste: Wir bleiben noch einen Tag und werden auch am nächsten Tag auf den Davoser Trails unterwegs sein.

GPS-Track: Ducanfurgga.gpx
Google Earth-Datei: Ducanfurgga.kml

Distanz: 37 km / Fahrzeit: 5 h 27 min / Höhenmeter: 1'620 Hm