Das Parsenngebiet vom Weissfluhjoch, über den Strelapass, zur Parsennhütte und weiter bis zum Gotschnagrat bietet einige interessante Trails zum fahren. Auch bei der unter Bikern inzwischen sehr bekannte Bahnentour führt ein Teil durch dieses Gebiet.

Die Bahnentour selber war aber nie ein Thema für uns. Das wäre eine Nummer zu hektisch. Deshalb verteilten wir die Trails auf mehrere Tage. So finden sich in diesem Bericht Fotos von drei verschiedenen Tagen. Am Wochenende, also bei Halbzeit, kam Silvan nach Davos rauf und begleitete uns zwei Tage lang auf den Trails. Er hat diesen Ausflug ganz bestimmt nicht bereut.

Bikeroute Parsenn 332:

Die wohl bekannteste Runde in dieser Ecke ist die ausgeschilderte Bikeroute Nr. 332 mit dem logischen Namen "Parsenn". Diese war gleich am ersten Biketag in unseren Ferien das Thema. Von Klosters fuhren wir zuerst mit dem Zug bis nach Davos und von dort liessen wir uns gemütlich mit der Parsennbahn bis zum Weissfluhjoch chauffieren.

Da ab der zweiten Übernachtung die Bergbahnen für uns gratis sind, nutzten wir dieses Angebot rege in unseren Ferien. Für das Bike bezahlt man dann nur noch fünf Franken für eine Fahrt und zehn Franken für die Tageskarte.

Oben auf dem Weissfluhjoch fuhren wir jeweils zuerst durchs Hauptertäli dem imposanten Felsenweg entlang. Technisch nichts besonderes, aber sehr eindrücklich gebaut.


Rund 300 Hm weiter unten kamen wir auf dem Strelapass an. Dort bogen wir dann in die markierte Route ein, welche nach links abzweigt. Sofort beginnt ein unglaublich toller Höhentrail.


Dieser Weg ist wirklich herrlich. Fahrtechnisch einfach und verbunden mit einem wunderbaren Panorama. Auch bei den Wanderern sehr beliebt. Probleme gabs aber nie, man grüsste einander und war freundlich. So muss es sein. Komischerweise hatte es an einem Montag deutlich mehr Fussvolk unterwegs als an einem Sonntag...

      Blick nach Davos mit dem Davosersee

      Immer schön der 332 nachfahren

      Parsennhütte im Blick


Die Parsennhütte auf exakt 2'200 lädt als erstes Restaurant seit dem Strelapass für eine Pause ein. Auch wir nutzten dies auf einer unserer Touren.
Danach geht die Route weiter, notabene alles auf Trails. Es steigt leicht an, gesamthaft rund 80 Hm, verteilt auf einer Viertelstunde Fahrzeit. Dieser Trail ist, trotz Steigung, bestens fahrbar und sehr schön.

      Parsennhütte im Hintergrund


Auch auf dem Gotschnagrat hats ein Restaurant. Die Gartenterasse bietet dabei einen tollen Ausblick. Ebenfalls befindet sich dort das kleine Gotschnaseeli.


Die markierte Route führt nun weiter in Richtung Osten, zur Schwarzseealp hinunter. Dies ist die erste richtige Abfahrt, welche diesen Namen auch verdient.


Der Einstieg lädt noch zum rasen ein.

Doch der Schwierigkeitsgrad wird auf diesem Abschnitt klar nach oben geschraubt.


Uns gefiels, nur einige kurze steile Abschnitte konnten wir nicht fahren. Und spektakulär wars alleweil, wie die folgenden Bilder zeigen.

      Ein paar Stockwerke tiefer unten: Klosters


Kurz vor der Schwarzseealp wurde es wieder ein bisschen flowiger.


Danach schlängelt sich der Trail dem Hang entlang. Mehrheitlich bergab, immer aber wieder mit kurzen Gegenanstiegen.


Auch dieser Trail geht in die Kategorie "Fabelhaft".

      Gotschnaboden in Sicht


Auf dem Gotschnaboden verläuft die Route weiter durch den Dürrwald. Einmal sind wir auch dieses Stück gefahren. Von dort gibts aber keine Fotos, weil wir einem drohendem Gewitter davon fahren wollten, was wir dann auch schafften.

Aber: Die ganz klar beste Variante um ins Tal zu kommen, ist die A-Line. Gesamthaft sind wir diese unglaublich tolle Achterbahn dreimal runtergefahren. Sie gefiel uns jedesmal besser und dementsprechend fuhren wir auch jedesmal frecher. :-). Von der A-Line gibt es aber einen seperaten Bericht. In diesem Post gehen wir jetzt wieder den Berg rauf aufs Weissfluhjoch und stellen Euch den nächsten Parsenntrail vor.

Weissfluhjoch - Totalpsee - Parsennhütte:

Vom Weissfluhjoch wie gehabt zur Wasserscheide runter und dann aber rechts. Links ginge es zum bereits oben beschriebenen Felsenweg und zum Strelapass. Dieser Trail hier geht aber direkt zur Parsennhütte runter. Der ganze Höhentrail wird also abgekürzt.


Dieser Weg führt mehrheitlich durch eine Geröllwüste. Auch wurden wir stets begleitet von losen Steinen. Im oberen Teil etwas weniger als im unteren.


Nach unserem Ermessen, etwas das man während einem Davos-Bikeurlaub fahren kann, aber nicht unbedingt muss. Ich fands gar nicht mal so übel, bei Martha hielt sich die Begeisterung eher in Grenzen.


Lanschaftlich nicht gerade der absolute Hammer - man sieht gut, dass dies im Winter ein Skigebiet ist.

Gotschnagrat - Chalbersäss - Gotschnaboden

Der letzte Trail in diesem Post ist einer, der auch bei der Bahnentour befahren wird. Erneut gehts vom Gotschnagrat runter, doch diesmal auf der Westseite.

Nach einem kurzen Stück auf Schotterstrasse beginnt der Trail. Der Einstieg macht schon mal grossen Spass.




Der Trail fordert einiges an Geschick, ist für uns aber fast alles fahrbar.




Ein wirklich toller Trail, welcher uns sehr gut gefällt. Vom Schwierigkeitsgrad her gerade richtig für uns, so dass wir das meiste fahren können.

Nach Chalbersäss kommt ein Bachübergang, bei welchem der weitere Wegverlauf so steil ist, dass wir unsere Bikes vor uns her schieben müssen.


Danach wird der Trail etwas einfacher. Teilweise können wir es richtig schön laufen lassen - einfach herrlich!


Und mit dem Foto, welches uns den Gotschnaboden zeigt, beende ich diesen Bericht. Und wenn wir beim Gotschnaboden nun aufhören, ist es nur logisch, dass der nächste Blogeintrag von der A-Line handelt. Denn diese beginnt auf dem Gotschnaboden.


Bleibt also dran, der Bericht über die Freeridepiste nach Klosters folgt als nächstes! Im Anschluss natürlich noch die GPS-Tracks.

Parsennroute Nr. 322:
GPS-Track: Parsenn332.gpx
Google Earth-Datei: Parsenn332.kml

Weissfluhjoch - Totalpsee - Parsennhütte:
GPS-Track: Totalpsee.gpx
Google Earth-Datei: Totalpsee.kml

Gotschnagrat - Chalbersäss - Gotschnaboden:
GPS-Track: Chalbersass.gpx
Google Earth_Datei: Chalbersass.kml