Hier nun der Bericht von einem der besten Biketage meines Lebens!

Der Plan für diesen Tag war folgender: Dreimal mit der Rinerhornbahn rauf und dreimal wieder runter. Zuerst den Trail nach Sertig Dörfli, für die zweite Abfahrt der direkte Weg von Äibrugg nach Davos und zu guter letzt der lange Trail vom Rinerhorn nach Monstein. Auch Silvan war an diesem Tag mit von der Partie.

So gings am Vormittag zum ersten Mal mit der Rinerhornbahn hoch. Auch in unserer Gondel war ein Fotograph eines schwedischen Bikemagazins. Er empfahl uns wärmstens mit der letzten Bahn aufs Jakobshorn zu fahren, und dann den Trail nach Sertig Dörfli runter zu nehmen. Das hätten sie gestern gemacht und es war unglaublich. Denn nur jeweils die erste und die letzte Bahn aufs Jakobshorn nimmt Biker mit. So änderten wir bereits in der Gondel unser Programm und liessen den Trail nach Monstein sausen. Fahren wir dann das nächste Mal.

Oben angekommen machten wir uns auf den Weg zum ersten Trail. Da gehts zuerst ein kurzes Stück auf einer Strasse entlang.


Bei Äibrugg begann dann auch unser erster Trail. Diesen habe ich bereits mit Luki bei unserer Ducanfurgga-Tour diesen August gemacht. Damals fuhren wir ihn bergauf, diesmal gings in die andere Richtung - also bergab.


Ein toller Trail. Die meisten Downhillmeter werden in der ersten Hälfte vernichtet. Danach hats einige flache, aber trotzdem sehr schöne Abschnitte.


Angekommen in Sertig Dörfli fuhren wir auf der Strasse zuerst nach Frauenkirch und von dort wieder nach Glaris, wo sich die Talstation der Rinerhornbahn befindet. Doch wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ein paar Sekunden nach halb eins trafen wir bei der Bahn ein, doch die Tür war zu. Auf einem hingeklebtem Infoblatt war dann zu lesen: 12.30 - 13.30 Mittagspause. Ach schade, da hätten wir doch gerne unsere Mittagspause oben verbracht. So gingen wir dann beim Restaurant des Campingplatzes Rinerlodge essen. Dafür gabs dann oben bei der Bergstation ein feines Kaffee mit einem Stück Kuchen.

Nach den ganzen Schlemmereien machten wir wieder das, wofür wir eigentlich nach Davos kamen. Mit dem Bike fuhren wir erneut die Strasse bis Äibrügg. Dort hatte ich auch die Möglichkeit, Pesche alias Ventoux kennen zu lernen. Er kam gerade von der Ducanfurgga und schwärmte von den tollen Trails. Nach einem kuren Schwatz trennten sich unsere Wege wieder. Leider haben wir es versäumt, ein gemeinsames Foto zu machen. Aber ich hoffe mal, dass dies nicht das letzte Treffen war.

Bei Äibrugg angekommen bogen wir beim Picknickplatz links ab und nahmen den Trail unter die Stollen, welcher direkt nach Davos runter führt.


Auch hier war wieder feinstes Singletrailvergnügen angesagt.


So um drei Uhr kamen wir beim Bolgen Plaza an. Dort herrschte aufgrund eines Countryfestivals reger Betrieb. Natürlich mussten auch wir dort einkehren. Laut Silvan ist während der Wintersaison bei dieser Bar noch einiges mehr los.


So nach vier Uhr machten wir uns langsam auf den Weg zur Talstation der Jakobshornbahn. Die Bahn war dann proppenvoll mit Biker und einem älteren Wanderpaar. Oben angekommen hatten wir eine unglaublich tolle Aussicht!


Nachdem wir das Panorama ausgiebig genossen hatten, machten wir uns auf den Weg. Wie oben erwähnt, werden wir den Trail versuchen, welcher uns vom schwedischen Bikefotograph empfohlen wurde. Dieser Trail führt runter nach Sertig Dörfli.

Der erste Abschnitt verläuft auf einer rassigen Schotterstrasse bis zu einem kleinen See.


Dort beginnt dann der Trail.


Und schnell wurde uns klar: Das könnte richtig gut werden!


Der erste Eindruck bestätigte sich relativ schnell: Das hier ist nicht einfach nur gut, sondern unglaublich genial.


Auch ein platter Reifen bei Martha (ihr erster überhaupt, seit sie mit dem Bike unterwegs ist) konnte uns nicht gross stoppen.


Der Singletrail vom Jakobshorn nach Sertig Dörfli ist einer dieser Trails, welcher zweifelsohne die Bezeichnung "Heiliger Trail" verdient.


Es gibt gute Trails, es gibt geile Trails und es gibt diejenigen Trails, welche sich nicht mit Worten beschreiben lassen - Dieser hier ist einer von der dritten Kategorie!


Immer wieder hielten wir an und konnten es kaum glauben. Schöner als hier kann man den von uns geliebten Mountainbikesport nicht ausüben.


Langsam aber sicher kamen wir immer tiefer ins Tal runter und so begann das Spiel mit den letzten Sonnenstrahlen.


Gut 100 Hm vor erreichen des Talbodens waren wir dann im Schatten unterwegs.


Jeder Trail ist mal vorbei, leider auch dieser. Das war ganz ganz grosses Bikekino, wir waren total begeistert. Diesmal nahmen wir aber nicht die Strasse für nach Davos zurück, sondern der Trail, welcher leicht oberhalb dessen durchführt. Und auch dieser lässt sich durchaus sehen.


Mehrheitlich bergab, aber gespickt mit kleinen, kurzen Anstiegen.


So kamen wir erst um 19.00 Uhr wieder in der Jugi Davos an. Einer der längsten, aber auch besten Biketage ever war somit zu Ende. Kann es noch besser werden? Rückblended kann ich sagen: Nein. Der Trail vom Jakobshorn runter nach Sertig Dörfli war mein persönliches Highlight dieser Bikeferien. Da aber die nächsten zwei oder drei Posts (bin mir da noch nicht so ganz sicher) vom Oberengadin handeln, habe ich da noch einige Trails im Köcher, welche ich Euch die nächsten Tage beschreiben und bebildern werde. Bleibt also dran. Zum Schluss dieses Berichts noch die Tracks zu den drei Trails.

GPS-Tracks: Rinerhorn-Sertig.gpx, Rinerhorn-Aibrugg.gpx, Jakobshorn.gpx

Google Earth-Dateien: Rinerhorn-Sertig.kml, Rinerhorn-Aibrugg.kml, Jakobshorn.kml