Dies ist der erste von drei Berichten über die Region St. Moritz. Nachdem wir in der ersten Woche in Davos und Klosters unterwegs waren, hängten wir noch ein paar Tage im Oberengadin dran. Bereut haben wir es nicht.

Viel Fun war an diesem Prachtstag angesagt. Nicht nur das Wetter, sondern auch die Trails zeigten sich von der besten Seite. Wir nahmen uns den Corviglia Hang vor und wollten so viele Trails wie möglich fahren, jeweils verbunden mit der Chanterella-Corviglia Bahn als Aufstiegshilfe. Diese ist ab der zweiten Übernachtung gratis, nur fürs Bike kostet eine Fahrt noch vier Franken. Wir logierten in der Jugendherberge St. Moritz. Diese ist nun auch (endlich) dem "St. Moritz-Inklusive" Angebot angeschlossen.

Wir legten los mit dem Trail über die Alp Giop.


Zum einfahren eigentlich ganz ok, aber das nächste Mal werden wir den wohl auslassen. Nach all den Glory-Trails in Davos hat uns der nicht gerade vor Freude aus den Bikeschuhen geworfen.


Einige kurze Abschnitte verlaufen auf der Strasse.


Ein netter Trail, der uns gefiel - aber mehr nicht.


GPS-Track: Alp Giop.gpx
Google Earth-Datei: Alp Giop.kml


Trotzdem waren wir nun eingefahren und zündeten als nächstes ein richtiges Feuerwerk eines Trails. Denn auch bei meinem vierten Besuch im Obergengadin gibt es etwas neues zu entdecken. Wir präsentieren Euch: Den nigelnagelneuen Corviglia Pumptrail, welcher auf diesen Sommer hin frisch gebaut wurde. Der Einstieg ist direkt bei der Corviglia-Bergstation.


Eine unglaublich geile Achterbahn mit vielen Kurven und unzähligen Sprüngen.


Was für ein toller Spielplatz für uns Biker - einfach geil!


WOW!!! Das war spitze. Grundsätzlich ziehe ich einen richtigen Wanderweg diesen künstlichen Trails immer noch vor. Aber der hier ist dermassen gut gebaut, dass ich von oben bis unten nur am grinsen war. Die Jumps waren nicht so heftig angelegt wie auf der A-Line in Klosters. So konnten auch wir nicht ganz so Geübten ein bisschen rumhüpfen. Auch Marthas Bikerherz machte auf dem ganzen Trail Freudensprünge! Dies war genau ihr Ding.

GPS-Track: Pumptrail.gpx
Google Earth-Datei: Pumptrail.kml


Und weiter im Text - was soviel bedeutet wie: "Einsteigen bitte und mit der Bahn wieder rauf."

 

Wir hatten natürlich noch nicht genug, wie denn auch. Von solchen Trails wird man nie satt. Als nächstes fuhren wir den Olympiatrail runter. Dieser führt im oberen Teil in der etwa gleichen Umgebung durch, wie der vorhin gefahrene Pumptrail. In der unteren Hälfte trennen sich die beiden Trails dann, bevor sie unmittelbar bei der Chanterellastation praktisch am gleichen Punkt enden.

Also los, ab auf Trail Nr. 3


Dieser Trail hat ein ganz anderes Gesicht als die vorherige Achterbahn. Denn er verläuft auf dem Wanderweg von der Corviglia über die Alp Nova nach Chanterella runter.


Deshalb gibts immer mal wieder kurze knifflige Abschnitte. Trotzdem glänzt der Trail vorwiegend mit Flow.


Auch der Olympiatrail ist für mich ein absolutes Highlight. Endlich konnte auch Martha diesen befahren. Da es letztes Jahr in unserem Engadin Urlaub einen halben Meter Schnee gab, war dies leider nicht möglich.


Trotz anderem Charakter kann der Olympiatrail locker mit dem Pumptrail mithalten. Ein herrlich, abwechslungsreicher Trail, der während keinem Bikeurlaub in St. Moritz fehlen darf. Bei uns wird er mit Bestimmtheit jedes Mal im Programm sein.

GPS-Track: Olympiatrail.gpx
Google Earth-Datei: Olympiatrail.kml

Die Corviglia Flowtrails machen einfach Spass! Klar, für die Techniker unter uns bieten sie wohl zu wenig Action. Aber ich hab mal im Ride gelesen, dass die einfachsten Trails doch die schönsten seien. Und dieses Sprichwort trifft fast nirgends besser zu, als auf der Corviglia.