Dieser Bericht handelt von der bekannten Bikeroute vom Berninapass nach Poschiavo runter.

Die Vorschusslorbeeren dieser Tour scheinen für Erstbefahrer Tour jeweils riesig. Etwas vom besten sei diese Route im Engadin, ist auf vielen Bikepages zu lesen. Ich durfte diese Route bereits 2010 befahren, für Martha war es die Premiere. So schwärmte auch ich ihr von den tollen Trails vor. Und so wie ich es am Ende beurteilen durfte, versprach ich nicht zu viel.

Natürlich liessen wir uns zuerst gemütlich mit der Rhätischen Bahn auf den Berninapass kutschieren, schliesslich sind wir ja in den Ferien!


Dann gings gleich los mit dem ersten Trail, welcher an die Nordmauer des Lago Bianco brachte.


Dort fanden wir auch eine Hinweistafel über die Wasserscheide Schwarzes Meer/Mittelmeer, welche sich an diesem Punkt befindet.


Gleich unterhalb des Lago Bianco befindet sich der kleine Lej Nair.


Nach der Überquerung der Staumauer fuhren wir auf einem schönen Weg dem Westufer des Lago Bianco entlang.


Das Wetter spielte auch an diesem Tag wunderbar mit. Nachdem wir die Südmauer erreichten (ja genau, der Lago Bianco hat auf beiden Seiten eine Staumauer, weil eben Wasserscheide) gings auf einer Kiesstrasse weiter bis zum Hotel Belvedere, welches sich oberhalb der Alp Grüm befindet.

Der Wanderweg führt da zuerst mitten durch die Gartenterasse durch


um anschliessend steil zur Bahnstation runter zu stechen. Vom Belvedere hat man eine tolle Sicht auf die Alp Grüm.


Nach der Station beginnt die zweiteilige Abfahrt nach Poschiavo. Das erste Stück von der Alp Grüm nach Cavaglia ist technisch nicht besonders schwierig, hat aber einige steile Abschnitte drin und viele hohe Bachrinnen, welche den Schwierigkeitsgrad etwas erhöhen. Und natürlich wird immer wieder das Trasse der Berninabahn überquert.


Ein schon mal ganz ordentlicher Trail, welcher die Vorfreude auf das Kommende steigen lässt. Zuerst lohnt es sich aber noch den Gletschergarten in Cavaglia zu besuchen. Dieser befindet sich gleich beim Einstieg in den Schmugglertrail beim Bahnübergang.


Nach einem kurzen Rundgang schwingten wir uns wieder auf unsere Bikes, überquerten die Bahnschienen und freuten uns auf den berühmt-berüchtigten Trail nach Poschiavo runter. Auf gehts!


Der Trail war staubtrocken -  wir hatten Top Bedingungen.


Und so wie es natürlich sein muss, wurden wir bei diesem tollen Downhill so richtig durchgeschüttelt.


Jeder einzelne Millimeter unserer Federwege wurde gebraucht.


Wenn der Wald aufhört, ist auch der Trail so gut wie vorbei.


Nach dieser unglaublich guten Abfahrt rollten wie die letzten paar Höhenmeter gemütlich aus bis wir mitten in Poschiavo standen. Dort gabs eine feine Pizza in einem der Restaurants.


Nach der Mittagspause fuhren wir die paar Meter bis zum Bahnhof und stiegen dann wieder in den Zug ein. Dieser brachte uns erneut auf den Berninapass. Um wieder warm zu werden fuhren wir den gleichen Trail wie am Morgen bis zur Nordstaumauer. Doch dann logischerweise nicht wieder nach Poschiavo, sondern zurück nach St. Moritz.


Der Trail durchs Val Bernina ist Flow pur.


Schlicht traumhaft, durch diese herrliche Gegend zu biken.


Bis Pro Nouv kamen wir recht zügig voran. Doch dort wurde es wieder ein bisschen schwieriger, aber nicht unbedingt uninteressanter. Der Trail durch die Cascata da Bernina war als nächstes dran.


Und dieser ist für mich technisch einer der besten Trails überhaupt.


Wurzeln, Absätze, Steine - das ganze Programm halt. Aber eben so, dass auch wir es fahren konnten und unseren Spass dran hatten.


Der einzige Wehrmutstropfen ist die Länge dieses geilen Trails. Nur rund 120 Hm durften wir darauf vernichten und erreichten schneller als uns lieb war die Morteratsch-Bahnstation. Ein Erlebnis ist dieser Trail trotzdem immer wieder.

So fuhren wir als nächstes einen steilen Wanderweg rauf zur Montebellokurve, wo der nächste Trail auf uns wartete. Dieser geht bis nach Pontresina.


Hier heisst das Motto wieder: "Flow pur"!

Bei der Jugendherberge Pontresina fuhren wir unter der Hauptstrasse durch und nahmen den letzten Trail des Tages in Angriff.


Um doch noch ein paar Höhenmeter bergauf zu sammeln, fuhren wir als Abschluss zum Stazersee rauf.


Von da war es nicht mehr weit bis zur Jugi und ein ganz ganz toller Biketag war somit zu Ende. So müssen Bikeferien sein!


GPS-Tracks: Bernina-Poschiavo.gpx / Bernina-St.Moritz.gpx
Google Earth-Dateien: Bernina-Poschiavo.kml / Bernina-St.Moritz.kml