Hallo meine lieben Blogleserinnen und Blogleser! Jetzt gibt es endlich auch mal wieder von mir ein paar Neuigkeiten. Der letzte Post ist ja eine gefühlte Ewigkeit her. Unaktiv war ich aber nicht, nur gabs halt keine spektakulären Touren, welche einen Bericht Wert gewesen wären. Gründe dafür ist hauptsächlich das miese Wetter die letzten paar Wochen, der Job und eine Woche Ferien in Holland. Was die letzten paar Tage so lief, möchte ich Euch aber trotzdem nicht vorenthalten.

Ende März war ich (bei noch frischen Temperaturen) unterwegs auf den Reusstrails zwischen Gisikon und Ottenbach.

      Waldibachtobel

      Reusstrail Gisikon

      Reusstrail Gisikon


Für den Rückweg führte die Tour über den höchsten Punkt des Lindenbergs auf 878 m.

      Lindenberg, 878 m


Über einen spannenden Trail durchs Gitzitobel gings nach Aesch/LU runter.

      Gitzitobel, Aesch/LU

      Gitzitobel, Aesch/LU


Nach dem Aufstieg von Mosen nach Schwarzenbach war ich schon bald wieder zu Hause.


Danach kam das hektische Ostergeschäft und schneeweisse Ostern obendrauf. An Biken war da leider nicht zu denken. Die letzte Woche waren wir in Holland in den Ferien. Das wir dort auf keine Singletrails treffen würden, war schon klar. Doch auch in den Niederlanden spielte das Wetter nicht mit und so wurde mit der geplanten Velotour in und um Amsterdam nichts. Amsterdam aber ist wirklich cool und die Trance Party, welche wir in Den Bosch besuchten, war ein Erlebnis, von welchem wir noch jahrelang erzählen und schwärmen werden. Die Holländer wissen definitiv wie man einen solchen Event auf die Beine stellt!

Unglaublich, aber als wir letzten Sonntag Mittag in Zürich landeten, herrschte wunderschönes Frühlingswetter. Also schnell nach Hause und kurz auf die Hometrails. Das tat richtig gut, auch wenn die Beine total leer waren (und das nach nur 14 km und 200 Hm)... Aber nach einer Woche Amsterdam sei einem das Verziehen, oder? :-)

Einen Tag später, also am Montag, 15.04.2013, gings dann gleich für eine ordentliche Tagestour aufs Bike. Und da liefs um Welten besser, als noch am Vorabend.
Ich startete zu Hause in Neudorf und das erste Ziel war Hellbühl. Auf bekannten Haustrails startete ich die Tour.

      Moretalerwald, Neudorf


Die Aussicht beim Golfplatz Hildisrieden liess mein Herz höher schlagen. Und die warmen Temperaturen sowieso. Endlich wieder in kurz/kurz biken - wurde aber auch Zeit!

      Aussicht beim Golfplatz Hildisrieden

      Die Alpen liegen mir zu Füssen


Und weiter auf die nächsten Trails. Von der Schlacht Sempach gehts zum Steinibüelweiher.


Malerischen Pfaden entlang nähere ich mich meinem Ziel.

      Neuenkirch

      Neuenkirch

      Hellbühl


Nach der Mittagspause in Hellbühl bei den Eltern von Martha gehts zu dritt weiter. Martha und ihr Bruder Martin sind ab sofort auch dabei. Schnell sind wir uns einig, der Sonnenberg ist unser Ziel. Nur über den Weg dorthin sind wir uns noch nicht sicher, wir fahren einfach mal los.

Als Warm-Up gehts der kleinen Emme entlang. Dieser Flowtrail ist immer wieder schön.


Rasch erreichen wir Littau. Möglichkeiten um den Sonnenberg zu erklimmen gibts viele. Von der anderen Seite (also von Kriens aus) führt eine Asphaltstrasse rauf. Auf diesen Umweg haben wir aber keine Lust und wie ein paar Zeilen weiter oben erwähnt, fahren wir einfach mal drauf los und folgen dem Wanderweg. Das Resultat für dieses Experiment sieht dann so aus:

150 Höhenmeter bergauf tragen, das meiste auf Treppen. Fahrbar sind jeweils nur ein paar Meter, diese rentieren aber fast nicht, um das Bike von den Schultern zu nehmen. Aber nach einer Woche Amsterdam schadet ein bisschen Schwitzen sicher nicht.

Irgendwann sind wir dann oben und können die Bikes wieder so gebrauchen, wozu sie auch gedacht sind. Kurz nach der Tragepassage erreichen wir den Aussichtspunkt bei der Bergstation der Sonnenbergbahn. Auch hier wieder ein tolles Panorama, nur hat die Bewölkung leider ein bisschen zugenommen.


Der höchste Punkt ist aber noch nicht erreicht. Ein ordentlich steiles Schlußstück muss überwunden werden, bevor wir schließlich die Chrüzhöchi erreichen. Dort ziehen wir aufgrund vieler Menschen gleich wieder weiter. Die Tour führt nun alles auf dem Grat des Sonnenbergs entlang, immer in Richtung Westen.


Ein erster Wurzeltrail wird sofort unter die Stollen genommen.


Gleich danach bietet sich ein unglaublich schöner Aussichtspunkt für eine Pause an.


Anschliessend gehts noch ein kurzes Stück weiter auf dem Hügelrücken...


...bevor wir dann wieder die gleiche Unterlage wie beim Aufstieg haben: Treppen!


Doch diesmal wird natürlich gefahren und zwar soviel wie möglich!


Ok, alles ging dann auch nicht. Der mittlere Teil war definitiv zu steil, um runter zu fahren. Aber die fahrbaren Abschnitte machten grossen Spass!


Vor dem Hintergütsch war dann fürs Erste fertig mit Treppengeholper. Nach einem kurzen Abschnitt auf Piste gings gleich wieder weiter damit. Hier waren aber die meisten Treppen nicht zu fahren, da schlicht zu steil.


Nur die treppenlosen Passagen passten.


Kurze Zeit später trennten sich unsere Wege. Martha fuhr mit Martin weiter und ich fuhr den Rest alleine nach Hause. Da blieb die Kamera im Rucksack, da die Zeit schon etwas fortgeschritten war.

Einen Tag später (also gestern) war ich komplett alleine auf Tour. Der erste richtige Singletrail der Saison sollte es nun sein. Da oberhalb von 1'000 m noch Schnee liegt, ist der Loppertrail genau das Richtige für ein solches Vorhaben. Der Start dafür wie immer in Hergiswil/NW. Auf Asphaltstrassen fuhr ich dem Renggpass entgegen.


Beim Hüsli ist wie immer fertig lustig und aus der Strasse wird ein Wiesenweg, teils sehr steil.


Und nach der Kapelle Rengg kommts jeweils noch dicker -  die letzten knapp 100 Hm darf das Bike getragen werden.


Oben dann ist die Erleichterung immer gross. Denn hier beginnt einer der besten Trails weit und breit.

      Renggpass, 886 m


Der Beginn ist technisch nicht besonders schwierig.


Bis zum Aussichtsplatz Schofeld ist Flow angesagt.


Danach gehts zweimal rauf und runter. Und die Downhillpassagen rütteln da schon recht ordentlich.

      Blick zurück


Im Mittelteil wird der Trail wieder etwas flowiger. Die Landschaft hat schon fast einen leicht mediterranen Touch.


Nach dem Punkt 839 gehts dann nur noch runter. Ein kurzer Stopp beim Aussichtspunkt Acheregg muss natürlich auch sein.


Und weiter gehts...


...auf vielen Serpentinen...


...bis ganz runter an den Vierwaldstättersee! So muss ein Trail aufhören, kein Höhenmeter wird verschenkt.


Gemütlich fahre ich zurück nach Hergiswil auf einem Holzsteg der Lopperstrasse entlang.

Auch bei mir ist die Bikesaison definitiv lanciert und ich mag es kaum erwarten, bis es endlich etwas weiter rauf geht. Somit wünsche ich allen einen schönen Frühling!