Letzten Frühling war ich zum ersten Mal auf der Alpiliegg, oberhalb Finsterwald im Entlebuch. Da ich eine andere Abfahrt als damals ausprobieren wollte, wagte ich es ein zweites Mal.

Start war erneut in Malters und auch diesmal gings gleich mit dem flotten Emmenufertrail los.
 


Vor Wolhusen begann der rund 500 Hm lange Aufstieg zur Bramegg. Der Aufstieg ist sehr abwechslungsreich und die Ausblicke in die Landschaften des Luzerner Hinterlandes sehr schön.


Auch das Wetter spielte an diesem Tag mit. Es herrschten frühlingshafte Temperaturen!


Weiter oben führte die Route diversen Trails entlang.


Und das nächste Bild ist nicht vom Nationalpark, sondern (wie alle anderen auch) aus dem Entlebuch.


Nach der Alp auf 977 m folgte der Trail durch den Brameggwald, welchen ich schon oft auf der Karte anschaute. Letzte Woche war er nun fällig.


Das Gefälle des Trails ist, wie auf der Karte ersichtlich, sehr gering. Aber überall hats hohe Wurzeln und das Ding ist sehr eng. Richtiger Fahrspass kommt kaum auf.

      Eine der flowigsten Stellen


Der zweite Teil des Trails geht dann bergauf. Es handelt sich dabei aber bloss um etwa 50 Höhenmeter.


Kurz vor dem vorläufig höchsten Punkt geht's auf einem kaum ersichtlichen Wiesenpfad weiter.




Bei diesem etwas unoriginellen Übergang erreiche ich auf ziemlich genau 1'000 m die "Passhöhe". Der effektiv höchste Punkt der Bramegg liegt noch etwas nördlicher auf 1'006 m.


Der Weiterweg führte mehr oder weniger flach via Rengg, vorbei an den mächtigen Windrädern, bis nach Finsterwald.


Anschliessend gings ordentlich bergauf. Der kurze Aufstieg zur Alpiliegg stand auf dem Programm. Die 200 Hm waren zwar schnell vernichtet, aber vorallem im oberen Teil war nicht viel mit fahren.


Die Sache war doch sehr matschig aufgrund der vergangenen Regentage. Trotz des kurzen Aufstiegs war ich doch froh, oben zu sein.

      Top of the day - Alpiliegg, 1'280 m


Gespannt war ich natürlich, wie denn der Weg über den Bergrücken sein wird. Im März 2012 sah das hier noch so aus.


Diesmal war alles im grünen Bereich und ich konnte wunderbar laufen lassen.


Beim Rastplatz auf der Vorder Alpiliegg machte ich eine kurze Pause.


Bei der letzten Tour fuhr ich gerade aus weiter. Jetzt wählte ich den Weg rechts runter nach Schwarzenberg. Wobei von einem Weg zu Beginn nicht gesprochen werden kann. Markiert war er zwar, aber nirgends ersichtlich.


Ab Punkt 1'155 ist es dann wirklich ein Weg. Und dieser beginnt schon mal recht steil.


Der Trail ist sehr abwechslungsreich und ändert seinen Charakter im Minutentakt.


Nach einem kurzen Strassenintermezzo wird's sogar richtig flowig.


Nach dem Unter Rotmoos wird's richtig interessant.


Ich freute mich schon auf einen tollen Schlussteil des Downhills, als ich mitten in eine Zone reinplatze, wo tüchtig geholzt wird. Der Arbeiter winkt mich durch, ich kann problemlos passieren. Doch die Freude am Trail ist vorbei...

      Wenn ich da zurück schaue, frage ich mich schon, wie ich da mit dem Bike runter kam.


Ich will hier aber keineswegs über die Holzarbeiter lästern. Die machen da ihren Job und dieser ist bestimmt nicht der Leichteste. Ich war halt einfach zur falschen Zeit auf dem falschen Trail.


Beim Haseleggstäg ist der Trail dann (endlich) zu Ende.


Dort entschliesse ich mich spontan nicht der Strasse zu folgen, sondern einen Bergauftrail einzuschlagen. Auch diesen habe ich schon oft auf der Karte angeschaut. Eine etwas spezielle, aber effektive Möglichkeit um mir den Trail mal anzuschauen.


Wie erwartet schiebe ich die 200 Höhenmeter mehr oder weniger komplett. Dafür hatte ich interessierte Zuschauer.


Erleichtert über das Ende der Schieberei erreiche ich bei Schirge die Strasse. Fazit des Bergauftrails?: Bis auf die steilen Stufen ganz unten kann man diesen Trail gut und gerne auch mal runter fahren, statt ihn raufzuschieben. Ist gespeichert für weitere Touren in dieser Region.


Einen Tick später komme ich in Schwarzenberg an.




Von Schwarzenberg aus fahre ich bis Bode auf der Hauptstrasse und biege dort rechts ab. Die Schlussabfahrt nach Malters führt mich durch den Vogelwald.


Technisch nichts besonderes, dafür sehr schnell.


Das Ziel in greifbarer Nähe.


Doch vorher noch ein bisschen Flow.


Der Trail geht bis ganz ins Dorf runter - gar nicht mal so übel.

Tja, die Landschaft ist sehr schön in diesem Gebiet. Nur schon deswegen lohnt sich ein Ausflug. Trailtechnisch habe ich die tolle Abfahrt von der Alpiliegg (noch) nicht gefunden. Wobei es laut Karte auch gar keine anderen Trails gibt, welche dort runter führen. Aber die Gegend hat sicher Potenzial für weitere Touren. Das letzte Mal war ich bestimmt nicht in dieser hübschen Ecke.

Distanz: 38 km / Fahrzeit: 3 h 50 min / Höhenmeter: 1'150 Hm