Schon viele Höhepunkte durfte ich auf dem Mountainbike erleben. Unvergessliche Stunden auf unvergesslichen Trails, tolle Momente und coole Begegnungen. Nun kam mit der ersten Juniwoche dieses Jahres ein weiterer Höhepunkt dazu. Mit Lukas Stöckli, dem wohl bekanntesten Mountainbike-Guide durften wir eine Woche in Südfrankreich verbringen. Wir, das sind meine Freundin Martha, Silvan und ich.

Wir verbrachten eine Woche vollgepackt mit vielen Höhenmetern, aber auch genau so vielen Downhillmetern. Das Gebiet ist voll mit alten Militärstrassen, Verbindungspfaden und unglaublichen Singletrails.

Die meisten Höhenmeter bergauf verliefen auf Militärstrassen aus der Kriegszeit. Diese sind teils spektakulär angelegt. Auch der südlichste, befahrbare Alpenpass war nicht vor uns sicher. Die Aufstiege waren meistens sehr angenehm zu fahren. Nicht allzu steil, dafür etwas länger.

 

Jeden Tag fuhren wir mindestens einen genialen Singletrail. Obwohl genauer gesagt, es so gut wie keinen Trail gab, welcher uns nicht gefiel.

Wir konnten es teilweise selber nicht glauben, in was für einem Trailparadies wir uns befanden. Auch Luki war hin und weg von diesem Gebiet. Und das mag was heissen, hat er doch schon einiges gesehen in seiner Karriere.

Auch das Wetter machte ganz gut mit. Wir gingen morgens jeweils zeitig los, um so den Gewittern auszuweichen, welche im Verlaufe des Nachmittags jeweils aufzogen. Nur gerade bei der Warm-Up Tour am Anreisetag wurden wir verregnet. Danach hatten wir den Wettergott stets auf unserer Seite.

 

Diese Woche war "biken in seiner ursprünglichen Art". Keine Shuttles, Bahnen, Lifte oder ähnliches. Jeder Höhenmeter musste mit eigener Kraft erarbeitet werden. Und wir waren uns einig, dass eine Luftseilbahn oder ähnliches gar nicht in dieses Gebiet passen würde.

 

 

 

Denn diese Region ist, wenn man mal die Dörfer verlässt, ziemlich wild, einsam, aber trotzdem (oder gerade deswegen?) wunderschön. Bergrestaurants oder irgendwelche Hütten trifft man so gut wie nirgends an. Nur verlassene Bergdörfer, welche im laufe der Zeit zu Ruinen wurden, Forts aus der Kriegszeit oder wenn's ganz gut kommt, ein Fahrzeug, welches irgendwo den Hang runtergefallen ist und auf seine Bergung wartet...

 

Das ganze war nicht nur ein Geburtstagsgeschenk von meiner Freundin Martha, sondern auch eine weitere Möglichkeit für Lukas Stöckli, sich diese Gegend etwas genauer anzuschauen. Einige Trails kannte er schon, ein paar kamen nun zu seinem Repertoire dazu. Bereits jetzt steht fest, dass er dort im Jahr 2015 ein öffentliches Bikecamp durchführen wird. Für 2014 reicht's aber nicht mehr, da der Tourenkalender dafür schon steht.


 

Ich werde diese Woche wohl nie mehr vergessen, da sie definitiv was vom Besten war, was ich je erleben durfte. Wir hatten alle vier unseren Spass und es gab auch abseits der Biketouren viel zu lachen...:-)


Ein grosses Dankeschön geht an Martha, welche mit Ihrem Geschenk diese Geschichte überhaupt erst ins Rollen brachte. Und Silvan, der unser Büssli organisierte, mit welchem wir nach Südfrankreich fuhren. Und natürlich nicht zu letzt an unseren Guide Lukas Stöckli, der die ganze Woche organisierte und uns mit fabelhaften Singletrails verwöhnte. So muss eine Bikewoche sein! DANKE!!!