Als ich im Jahr 2008 ein Mountainbike kaufte, war die Pilatusumrundung meine erste Biketour mit alpinem Charakter. Nun, fünf Jahre später war es an der Zeit, diese Runde zu wiederholen. Hier der Bericht:

Start war wie damals in Luzern. Auf Radwegen und Nebenstrassen fuhr ich bis nach Alpnach.


Dort begann dann der rund 1'200 Hm lange Aufstieg nach Rickmettlen.


Der Uphill ist mehr oder weniger immer gleich steil, daher recht angenehm zu fahren.

      Lütoldsmatt


Nach der Balismatt wird die Strasse steiler und ruppiger.


Bei der Alp Wängen beginnt der Polenweg, welcher von polnischen Soldaten während des zweiten Weltkrieges gebaut wurde.

      Gedenktafel


Dieser Weg ist wirklich schön angelegt, fahren konnte ich aber trotzdem nicht alles.


Kurz vor dem höchsten Punkt wird die Strecke sanfter.


Einen kurzen Moment später erreichte ich auf Rickmettlen den höchsten Punkt des Tages. Nun machte ich eine längere Pause, der mitgeführte Nussgipfel muss dran glauben. Die Steinskulptur haben übrigens Schüler aus Finsterwald/LU und Alpnach/OW miteinander gebaut. Nicht zuletzt steht "Ort der Begegnung" auf der kleinen Tafel geschrieben.

      Rickmettlen, 1'641m


Nach dem Break führt der Trail nun runter nach Mittlisthütte. Diesen schlug ich auch vor fünf Jahren schon ein. Damals aber verfuhr ich mich und landete im Nirgendwo. Den steilen Abhang musste ich damals mein Bike tragen, bis ich wieder auf den Trail kam. Dies soll mir nun nicht mehr passieren, nahm ich mir vor.


Gleich mal vorweg, ich fand den richtigen Weg stets und habe mich nicht verfahren. Und der Trail? Gar nicht mal so übel. Der obere Teil fand ich ganz ordentlich. Flowige Abschnitte wechselten sich mit kurzen kniffligen ab. Immer mal wieder galt es einen hohen Absatz zu meistern.


Die Gegend ist auf jeden Fall wunderschön!


Nach rund 150 Hm taucht der Weg in den Wald ein und wird wie auf Knopfdruck schwieriger.


Hier ist dann einiges leider nicht fahrbar.




Was im Sattel ging, machte aber ordentlich Spass!


Soweit ich mich erinnern kann, ist der Weg deutlich besser im Schuss, als noch vor fünf Jahren. Dies beweist nicht zuletzt diese neue Brücke.


Gegen Ende wird der Trail richtig schnell!


Dann erreichte ich bald Mittlisthütten, das Ende des Downhills. 2008 fuhr ich von dort zur Trochenmattegg rauf. Diesmal wollte ich ein paar neue Trails ausprobieren und peilte eine Weiterfahrt nach Entlebuch an. Als Beginn deren wartete ein Weg zur Gfellen runter auf mich. Dieser war zu Beginn tief und matschig.


Der zweite Teil führte dann flott durch eine Wiese.


Zum Schluss noch ein bisschen Schotterstrasse...

...und ich erreichte die Gfellen. Einen kurzen Moment spielte ich mit dem Gedanken, im dortigen Restaurant einzukehren. Aus Zeitgründen liess ich dies dann. Meine Weiterfahrt führte mich auf der Glaubenbergstrasse nach Finsterwald.


Dort begann dann das nächste Experiment. Gleich ausgangs Dorf geht ein Weg links weg und genau dem folgte ich. Zuerst führte er mich relativ harmlos dem Waldrand entlang.


Dann aber folgte ein herrlicher Waldtrail - ich war begeistert!


Im Chilewald entdeckte ich ein altes Tram aus der Zeit, als diese noch in der Stadt Luzern verkehrten. Auf einer Infotafel ist zu entnehmen, dass dieses Tram in einer abenteuerlichen Aktion in den Chilewald transportiert wurde. Daneben hat man auch gleich noch die gleichnamige Haltestelltafel hingestellt. Coole Sache!


Nach einem Stück auf Kiesstrasse begann im Burggrabe der nächste Trail.

Der Beginn war traumhaft schön. So könnten Experimente immer laufen.


Zunehmend wurde es aber enger, steiler und schwieriger.


"Kann man fahren, muss man aber nicht", so mein Fazit nach diesem Trail. Beim Sportplatz Farbschachen spuckte mich der Trail wieder in die Zivilisation aus. Dort führte meine Route gleich weiter - der Ufertrail der kleinen Emme wartete. Noch hatte ich also einen kilometerlangen Trail vor mir!


Der Emmentrail ist grundsätzlich sehr flowig, überrascht aber dann und wann mit interessanten Passagen.


Bei Malters wird der Trail noch einmal so richtig toll!


So näherte ich mich in grossen Schritten Littau, wo das Ende des Trails ist. Danach war es nicht mehr weit bis Luzern und der Kreis schloss sich. Zum zweiten Mal habe ich das ganze Pilatusmassiv mit dem Bike umrundet.

Das Gebiet hat aber noch einiges mehr zu bieten, Ideen für weitere Touren sind natürlich vorhanden. Stay tuned!

GPS-Track: Pilatus.gpx
Google Earth-Datei: Pilatus.kml

Distanz: 77 km / Fahrzeit: 6 h 19 min / Höhenmeter: 1'400 Hm