Heute wollten mein Onkel und ich eine Biketour mit vielen Singletrails rund um die beiden Mythen machen. Diese Tour wäre eigentlich ein Leckerbissen, wenn nur die Trails ein bisschen fahrbarer gewesen wären...

Wir fuhren mit dem Auto und den Bikes im Kofferraum bis nach Schwyz. Von dort gings dann 900 Höhenmeter auf einer kaum befahrenen Asphaltstrasse zur Holzegg rauf. Wir redeten die ganze Zeit über Gott und die Welt und hatten keine Mühe, diesen Aufstieg zu bewältigen. Die Zeit verging wie im Flug, was bei diesem Panorama auch nicht so schwierig war.

      Blick auf den Fronalpstock

      Der grosse Mythen ganz nah

      Brunnen mit dem Urnersee

      Herbert kämpft sich kurz vor der Holzegg durch eine Kuhherde

 

Auf der Holzegg angekommen, fuhren wir bereits ein paar Meter auf dem Trail richtung Haggenegg und machten dann unsere Mittagspause. Wir assen unsere Sandwiches und stellten fest, dass es viele Wanderer hier oben hatte. Vorallem Familien nutzten den schönen Tag. Am meisten erstaunte uns aber eine hübsche, junge Läuferin, welche mit leichten und schnellen Schritten an uns vorbei zog richtung Holzegg. Beeindruckt applaudierten wir und feuerten sie auf ihren letzten Metern an. Nach der Pause fuhren wir einen tollen Trail bis zur eben erwähnten Haggenegg.

      Herbert unterhalb der Holzegg

 

 Kurz vor der Haggenegg gab es dann noch eine schöne Schotterstrasse im Gummenwald.

 

Leider verfuhren wir uns kurz danach und machten einen ungewollten Abstecher auf den unfahrbaren Schärsack. Schnell waren wir dann allerdings wieder auf der Strasse und konnten dann entdecken, wo wir die Abzweigung verpasst hatten. Der nächste Aufstieg zur Brüschrainhöchi war dann steil aber asphaltiert. Von dort bogen wir scharf nach links auf die Schotterstrasse.

Oben auf dem Grat angekommen sollte nun eigentlich ein Trailvergnügen bis zum Nüsselstock beginnen. Leider machte uns der in den vergangenen Tagen gefallene Regen einen Strich durch die Rechnung. Es hatte einige sumpfige Abschnitte, welche schlicht unfahrbar waren. Zudem war der Trail schwieriger als angenommen. Steile und ruppige Abschnitte mit heftigen Wurzeln und Steinen wechselten sich ab. Ich stürtzte sogar mal leicht, konnte aber gleich wieder weiter fahren. Herbert stieg lieber einmal zu viel ab, denn sein Bike hat nur vorne eine Federung. Er wollte sein Arbeitsmittel, mit dem er jeden Morgen arbeiten geht, schliesslich nicht kaputt machen. Trotz allem hatte dieser Grattrail auch seine schönen Seiten, welche ich dann postwendend mit meiner Cam festhielt.

      Start des Trails oberhalb der Brüschrainhöchi

      Unfahrbarer sumpfiger Teil. Sieht einfacher aus auf dem Bild

 

Vor dem Nüsselstock bogen wir auf einen auf der Singletrail Map schwarz eingezeichneten Trail. Der war aber zu unserem Erstaunen am Anfang ganz gut fahrbar und auch die zweite Hälfte (mit Ausnahme des mittleren kurzen steilen Teils) wäre gut zu bewältigen gewesen, wenn die Niederschläge vom Wochenende den Weg nicht so stark ausgewaschen hätten.

 

So fuhren wir dann weiter dem Hang entlang bis zum Herrenwald. Dort bogen wir auf einen coolen markierten Bikeweg ab bis nach Rothenthurm.

 

Von dort wählten wir die Nebenstrasse über den Sunnenberg bis nach Sattel und zum Schluss die Hauptstrasse bis nach Schwyz. Kurz vor dem Ziel erreichte ich den 1000. Velokilometer in diesem Jahr, worauf ich schon ein bisschen stolz war. Ich bin gut in Form, das Alpenbrevet am 9. August kann kommen.

Distanz: 40.10 km, Fahrzeit: 03h 51min 34sec, AVS: 10.39 km/h, Höhenmeter ca. 1300m.